Wer sich die Daten ansieht, erkennt sofort, dass der Wasserstand in Spanien nach wie vor ungewöhnlich hoch ist. Die Stauseen sind derzeit zu etwa 83 Prozent ihrer Gesamtkapazität gefüllt. Das liegt nicht nur deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, sondern zeigt auch, wie regenreich die letzten Monate waren.
Obwohl es regionale Unterschiede gibt, bleibt der Wasserstand im Allgemeinen konstant. In vielen Einzugsgebieten ist derzeit kaum ein Rückgang zu beobachten, während dies normalerweise um diese Jahreszeit häufig der Fall ist. Bislang scheint die Lage recht günstig zu sein, vor allem im Vergleich zu den Dürreperioden, die Spanien in den letzten Jahren erlebt hat.
Laut EFE Agro sind die Stauseen im Norden und Westen des Landes nahezu voll. Die reichlichen Regenfälle der vergangenen Monate haben dabei sicherlich eine Rolle gespielt. Die Flüsse haben mehr Wasser zugeführt als üblich, was sich nun in der Speicherkapazität widerspiegelt. Diese Regionen sind normalerweise weniger von Wasserknappheit betroffen, aber in diesem Jahr fallen sie besonders auf.
In anderen Teilen Spaniens, wie dem Süden und Osten, liegt dieser Prozentsatz laut den wöchentlichen Zahlen des Ministeriums für ökologischen Wandel etwas niedriger. Dennoch hat sich die Situation dort im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich verbessert. Damals gab es große Sorgen wegen Wasserknappheit und möglichen Einschränkungen. Derzeit scheint diese Gefahr vorübergehend in den Hintergrund getreten zu sein, doch man bleibt vorsichtig.
Trotz der positiven Zahlen hat niemand vergessen, wie schnell sich die Lage ändern kann. Schon ein einziger trockener Sommer kann erhebliche Auswirkungen haben. Die Wasserbehörden beobachten die Situation aufmerksam und betonen die Bedeutung des Wassersparens, selbst in Zeiten des Überflusses.
Auffällig ist, dass der aktuelle Stand nicht nur höher ist als im Vorjahr, sondern auch über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt. Dies deutet darauf hin, dass sich Spanien, wenn auch möglicherweise nur vorübergehend, in einer relativ guten Lage hinsichtlich der Wasserwirtschaft befindet.
Andererseits schwingt auch ein gewisser Realismus mit: Diese Zahlen sind lediglich Momentaufnahmen. Derzeit scheint die Wasserversorgung für Haushalte, Landwirtschaft und Industrie kein großes Problem darzustellen. Dennoch ist das Wetter in Spanien oft unvorhersehbar. Kein Stausee kann dem vollständig standhalten.
Quelle: Agenturen




