Spanien lehnt neue EU-Fluggastrechte ab

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Die Europäische Union hat kürzlich eine Reform der Fluggastrechte beschlossen, die jedoch nicht einstimmig angenommen wurde. Spanien stimmte gegen die neuen Vorschriften, da das Land insbesondere das kostenlose Mitführen eines Handgepäckkoffers in der Kabine vermisst. Trotz dieses Widerspruchs erhielt die Reform insgesamt grünes Licht, da die Mehrheit der Mitgliedstaaten zustimmte.

Das spanische Ministerium für Verbraucherangelegenheiten kritisiert die Einigung als zu wenig ambitioniert. Spanien fordert seit langem, dass Passagiere einen Handgepäckkoffer kostenfrei mitnehmen dürfen – ein Standpunkt, der auch von spanischen Gerichten und dem EU-Gerichtshof unterstützt wird.

Die aktuelle Reform erlaubt nur das kostenlose Mitführen einer kleinen Tasche unter dem Sitz, nicht jedoch eines zusätzlichen Handgepäckkoffers. Fluggesellschaften müssen künftig zwar die Preise für Handgepäckkoffer klar ausweisen, was für mehr Transparenz sorgt, doch die Kosten bleiben bestehen.

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Was die Entschädigungen bei Flugverspätungen angeht, bleibt es bei den bisherigen Regelungen: Ab drei Stunden Verspätung haben Passagiere Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro, je nach Flugdistanz. Diese Schwellenwerte wurden trotz einiger Forderungen nach einer Anpassung beibehalten.

Darüber hinaus bringt die Reform Verbesserungen für Familien und Reisende mit besonderen Bedürfnissen. So dürfen Fluggesellschaften keinen Aufpreis mehr verlangen, damit Kinder neben ihren Eltern sitzen. Kinderwagen werden künftig am Gate abgegeben und dort auch zurückgegeben. Wer einen Gutschein anstelle einer Barauszahlung akzeptiert, erhält einen Gutschein ohne Verfallsdatum. Zudem entfallen Gebühren für Namensänderungen und Rechtschreibfehler in Buchungen. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können bei Verspätungen, die durch fehlende Hilfe am Gate entstehen, künftig eine spezifische Entschädigung fordern.

Insgesamt stellt die EU-Reform einen Kompromiss dar, der einigen Forderungen entgegenkommt, andere jedoch nicht vollständig erfüllt. Für Reisende bedeutet dies mehr Transparenz und einige neue Rechte, während die Debatte um das kostenlose Handgepäck weitergeht. Die endgültige Abstimmung steht noch aus, doch eine Blockade gilt als unwahrscheinlich.

Quelle: Agenturen