Angesichts der anhaltenden Kraftstoffkrise in Spanien haben Tankstellen einen Streik für das kommende lange Mai-Wochenende angekündigt. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die aktuelle wirtschaftliche Lage und Vorwürfe gegenüber großen Tankstellenketten bezüglich Preiserhöhungen, was erhebliche Auswirkungen auf den nationalen Verkehr haben könnte.
Der Streik ist für zwei kritische Zeitpunkte im spanischen Straßenverkehr geplant: eine erste Arbeitsniederlegung am 30. April von 12:00 bis 16:00 Uhr und eine ganztägige Aktion am 3. Mai. Diese Termine fallen mit dem „Puente“-Wochenende zusammen, an dem viele Spanier traditionell verreisen.
Branchenvertreter kritisieren die drei größten Kraftstoffunternehmen des Landes, Repsol, Moeve und BP, und werfen ihnen vor, von staatlichen Steuerregelungen zu profitieren. Trotz staatlicher Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher seien die Dieselpreise künstlich um durchschnittlich 2 bis 5 Cent pro Liter erhöht worden.
Ministerpräsident Pedro Sánchez hat einen Konjunkturplan in Höhe von 5 Milliarden Euro angekündigt, um Einwohner, KMUs und den Industriesektor vor den wirtschaftlichen Folgen der globalen Kraftstoffkrise zu schützen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahme die Gewerkschaften von der Fortsetzung ihrer Aktionen abhalten kann.
Sowohl der Transportsektor als auch Autofahrer blicken mit Sorge auf die kommenden Wochen, da der Streik während eines der verkehrsreichsten Reisewochenenden des Jahres zu Wartezeiten und Kraftstoffengpässen führen könnte.
Quelle: Agenturen




