In der Nacht von Freitag auf Samstag (22.08.2026) ereignete sich an der Costa Dorada eine schwere Unwetterkatastrophe mit extrem starken Regenfällen, die zu Überschwemmungen in mehreren Gemeinden führten. Insgesamt wurden sieben Personen verletzt, Hunderte mussten evakuiert werden, und ganze Dörfer standen unter Wasser.
Das Unwetter traf vor allem die Gemeinden Roda de Berà, El Vendrell, Creixell und Torredembarra in den katalanischen Regionen Baix Penedès und Nord-Tarragonès. Besonders dramatisch war der Einsturz einer Hafenmauer in Roda de Berà, bei dem drei Menschen eingeklemmt wurden, darunter ein achtjähriges Mädchen, das sich in kritischem Zustand befindet. Rettungskräfte mussten zudem einen Campingplatz in Creixell sowie eine Diskothek in El Vendrell evakuieren, während rund 300 Camper in Roda de Berà in eine Sporthalle gebracht wurden. Die Notrufzentrale erhielt binnen weniger Stunden etwa 700 Meldungen.
Der Bürgermeister von El Vendrell, Kenneth Martínez, berichtete, dass der Regen zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden mit enormer Intensität fiel, was die überfluteten Flussbetten, sogenannte “rieras”, besonders stark anschwellen ließ. In einem Strandclub wurden etwa 100 Jugendliche geordnet in eine nahegelegene Schule evakuiert. Auch ein Mädchen, das in eine überflutete Riera geraten war, konnte von der Feuerwehr wohlbehalten gerettet werden. Die Schäden betrafen vor allem Infrastruktur, Fahrzeuge und zahlreiche überflutete Keller und Geschäfte.
Die Feuerwehr in der Region bewältigte in der Nacht 192 Einsätze, weitere 50 folgten am Vormittag. In Roda de Berà wurden Rekordregenmengen von bis zu 276 Litern pro Quadratmeter registriert. Bürgermeister Pere Virgili beschrieb die Situation als beispiellos und berichtete von den umfangreichen Evakuierungen auf dem örtlichen Campingplatz. Er bedauerte zudem, dass das jährliche Dorffest wegen der Katastrophe teilweise abgesagt werden musste.
Auch in Torredembarra und Creixell führten die heftigen Regenfälle zu Überschwemmungen und Rettungseinsätzen. Bürgermeister Vale Pino sprach von einer neuen klimatischen Realität mit häufigeren und intensiveren Niederschlägen. In Creixell waren Teile der Gemeinde vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten, da die Hauptstraße überflutet war.
Diese Ereignisse verdeutlichen, wie dramatisch und schnell sich Wetterlagen durch den Klimawandel verändern können. Die betroffenen Gemeinden stehen nun vor der Herausforderung, die Schäden zu bewältigen und sich besser gegen künftige Extremwetter zu rüsten.
Quelle: Agenturen





