Streik der Lokführer am 29. Oktober

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Am 29. Oktober 2026 kommt es bei den spanischen Eisenbahnen zu einem landesweiten Streik der Lokführer. Organisiert von der Gewerkschaft Semaf, betrifft die Arbeitsniederlegung sämtliche Unternehmen der Renfe-Gruppe und fällt zudem direkt vor das lange Allerheiligen-Wochenende. Die Beweggründe reichen von nicht eingehaltenen Sicherheitsvereinbarungen über Personalengpässe bis hin zu unzureichender Materialpflege und ungelösten Fragen zur Arbeitszeitregelung.

Das Verkehrsministerium hat Mindestdienstleistungen festgelegt, die sich je nach Zugtyp unterscheiden:

Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrszüge: 73 Prozent des regulären Fahrplans
Mittelstreckenverkehr (Media Distancia): 65 Prozent
Nahverkehrszüge (Cercanías): 75 Prozent während der Hauptverkehrszeiten, ansonsten 50 Prozent
Güterverkehr: 26 Prozent

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Insbesondere in Katalonien gelten abweichende Quoten: Hier fahren Rodalies und Regionalzüge zu 66 Prozent während der Hauptzeiten und zu 33 Prozent außerhalb dieser Intervalle. Die tatsächlichen Einschränkungen hängen allerdings maßgeblich von der Streikbeteiligung und tagesaktuellen Lage ab.

Ursache des Streiks ist laut Semaf die fehlende Umsetzung von Sicherheits- und Personalabsprachen, die nach einem Unfall im Februar getroffen wurden. Die Gewerkschaft fordert außerdem neue Protokolle für Notfälle, bessere Betreuung nach Unfällen sowie die zuverlässige Einhaltung von Arbeitszeit- und Altersversorgungsregelungen. Renfe hält den Streik hingegen für unbegründet und sieht viele Forderungen außerhalb ihres Verantwortungsbereichs.

Auch für die Folgetage kündigen sowohl Semaf als auch kleinere Gewerkschaften Arbeitsniederlegungen bei anderen Bahnunternehmen wie Ouigo an. Besonders rund um die Feiertage ist daher mit erheblichen Störungen zu rechnen.

Reisende sollten vor Fahrtantritt unbedingt ihre Ticket- und Fahrplandaten überprüfen. Bei Zugausfällen gewährt Renfe eine Umbuchung oder die vollständige Rückerstattung des Ticketpreises. Klar ist: Wer zwischen Ende Oktober und Anfang November eine Zugreise durch Spanien plant, muss mit kurzfristigen Änderungen rechnen.

Quelle: Agenturen