Strengere Vorschriften für Rechenzentren

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Spanien steht kurz davor, die letzten 25,9 Milliarden Euro aus dem europäischen Wiederaufbaufonds zu erhalten. Damit dies gelingt, muss die spanische Regierung eine Reihe von Reformen umsetzen – darunter ein neues Dekret mit deutlich strengeren Auflagen für Rechenzentren. Die Zeit drängt, denn bereits am 29. November sind Neuwahlen angesetzt.

Das geplante Dekret betrifft alle großen Rechenzentren mit einer Anschlussleistung ab 1 Megawatt. Besonders im Fokus steht der Stromverbrauch: Neue Rechenzentren müssen künftig mindestens 80 Prozent ihres Energiebedarfs stündlich mit Ökostrom decken und dies nachweisen können. Der Strom darf aus eigenen Anlagen oder über langfristige Verträge von spanischen Ökostromanbietern stammen. Diese Regelung ist für viele Betreiber eine große Herausforderung, da die Energieerzeugung aus Sonne und Wind schwankt und Rechenzentren rund um die Uhr laufen.

Doch das ist nicht alles. Die neuen Vorgaben verlangen auch mehr digitale Souveränität: Betreiber müssen ihren Sitz in der EU haben, und sensible Daten sowie der Zugriff durch außereuropäische Behörden werden stärker reguliert. Ziel ist es, sowohl die Strompreise für Verbraucher zu schützen als auch Spaniens digitale Unabhängigkeit zu stärken.

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Die Branche ist wenig begeistert. Unternehmen wie Amazon, Microsoft und Google fürchten um geplante Investitionen in Milliardenhöhe. Dennoch bleibt die Regierung standhaft, da nicht nur die EU-Milliarden, sondern auch Spaniens Vorreiterrolle bei nachhaltiger Digitalisierung auf dem Spiel stehen.

Ob diese Balance zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Attraktivität gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Fest steht: Spaniens neue Regeln für Rechenzentren setzen ein deutliches Zeichen für die Zukunft der digitalen Infrastruktur in Europa.

Quelle: Agenturen