Die Einführung des geplanten Benzinrabatts auf den Balearen sorgt für Verunsicherung. Obwohl die Regierung eine Steuersenkung beschlossen hat, können viele Tankstellen den Rabatt ab dem 1. Oktober 2026 nicht sofort weitergeben. Der Grund: Der Rabatt kann erst gewährt werden, wenn neuer Kraftstoff mit bereits reduziertem Steuersatz eintrifft. Bis die alten Bestände verkauft sind, bleibt der Preis für die Verbraucher hoch.
Die deutliche Erhöhung der Kraftstoffpreise infolge der Nahostkrise hat den Ministerrat zu einem schnellen Handeln bewegt. Mit dem neuen Königlichen Dekret wurde die Steuer auf Kraftstoffe gesenkt, um Familien und Unternehmen zu entlasten. Dennoch liegt der Durchschnittspreis für Diesel und Benzin 95 auf den Balearen weiterhin bei über zwei Euro pro Liter – eine finanzielle Belastung, die viele Haushalte spüren.
Der Vorsitzende des Tankstellenverbands, Joan Mayans, begrüßt zwar die Erhöhung des Rabatts auf Benzin 95 von 5 auf 20 Cent pro Liter sowie die Beibehaltung der 20-Cent-Entlastung für Diesel. Allerdings kritisiert er, dass die Senkung nicht auf die Mehrwertsteuer angewendet wird, wodurch alle Kunden sofort profitiert hätten. Die Rabatte werden zudem im Laufe des Jahres stufenweise reduziert – von 20 Cent im Oktober auf 13 Cent im November und 6 Cent im Dezember. Sollte der Verbraucherpreisindex stark steigen, bleibt der höhere Rabatt bestehen.
Auch der Transportsektor sieht die Maßnahmen kritisch. Angesichts der stark gestiegenen Preise und verzögerter Auszahlungen befürchten viele Unternehmen um ihre Existenzfähigkeit. Die Unsicherheit bleibt: Weitere Preissteigerungen bei Rohöl und mögliche Exportsperren könnten die Lage zusätzlich verschärfen.
Fest steht: Die Rabatte verschaffen kurzfristig Erleichterung, reichen aber kaum aus, um die Auswirkungen der globalen Krise auf die Verbraucher und Unternehmen der Balearen abzufedern.
Quelle: Agenturen




