Die Gastronomie auf den Balearen steht vor einer komplexen Herausforderung durch widersprüchliche Gesetze zu Einwegverpackungen. Ab dem 12. August tritt eine EU-Richtlinie in Kraft, die Einwegkunststoff verbietet.
Allerdings ist die regionale Gesetzgebung der Balearen strenger und untersagt zusätzlich Einwegverpackungen aus Papier. Dies führt zu Unsicherheiten, da beispielsweise traditionelle Zuckerwürfel betroffen sind.
Tomeu Mas, Geschäftsführer von Mallorca CAEB Gastronomie, erklärt, dass eine frühere regionale Verordnung aufgrund der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Hygienevorschriften nicht umgesetzt wurde. Nun ist unklar, ob die Gastronomen sich an die EU-Richtlinie oder die strengere regionale Gesetzgebung halten müssen.
Der Arbeitgeberverband hat seine Rechtsabteilung konsultiert und ein klärendes Treffen mit dem Wirtschaftsministerium beantragt. Neben der kurzen Umstellungszeit bestehen Bedenken hinsichtlich Hygiene, Gesundheitsstandards und steigender Kosten durch die Verwendung von Mehrwegbehältern.
Mas weist darauf hin, dass das balearische Abfallgesetz restriktiver ist als die nationale Gesetzgebung und die Verwendung von Einweggeschirr unabhängig vom Material verbietet. Ausgenommen sind lediglich Einwegservietten und -tischdecken aus Zellstoff. Auch Einzelportionsprodukte sind betroffen. Mallorca CAEB Restauración wartet auf Klärung durch die zuständige Generaldirektion, um Rechtssicherheit für die Gastronomiebetriebe zu gewährleisten.
Quelle: Agenturen





