Am Flughafen Palma wurden die Grenzkontrollen durch die Nationalpolizei deutlich intensiviert, um den reibungslosen Betrieb des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) sicherzustellen. Die Zahl der eingesetzten Beamten stieg um über 52 %, begleitet von der Möglichkeit, Überstunden zu vergüten. Dieses Engagement zielt darauf ab, Menschenansammlungen zu vermeiden und den Passagierfluss trotz steigender Kontrollen effizient zu gestalten.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden am Flughafen Palma mehr als 2,7 Millionen Passagiere aus Nicht-EU-Staaten kontrolliert – ein Anstieg von knapp 1 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Reisende von den Britischen Inseln, die seit dem Brexit erstmals eine Grenzkontrolle durchlaufen müssen. Das EES erfasst dabei biometrische und biografische Daten aller Nicht-EU-Staatsangehörigen bei Ein- und Ausreise, um die Sicherheit an den Außengrenzen der EU zu erhöhen.
Obwohl es vereinzelt zu Systemausfällen kommt, greift die Polizei in solchen Fällen auf das manuelle Reisepassabstempeln zurück. Zur Unterstützung werden zudem Beamte der Spezialeinheit gegen illegale Einwanderung aus Madrid entsandt. Die Personalplanung orientiert sich am monatlichen Flugplan von Aena, sodass insbesondere zu Stoßzeiten und in der Hochsaison zusätzliche Kräfte zur Verfügung stehen und Wartezeiten auf ein Minimum reduziert werden.
Die durchschnittliche Wartezeit bei der EES-Kontrolle liegt aktuell bei etwa einer halben Stunde. Spitzenzeiten mit längeren Wartezeiten konnten dank der getroffenen Maßnahmen erfolgreich minimiert werden. Besonders Familien mit Kindern unter 12 Jahren benötigen mehr Zeit, da sie die automatischen Kontrollgeräte nicht nutzen können und manuell kontrolliert werden müssen.
Langfristig wird erwartet, dass die Abfertigung schneller vonstattengeht, da die Daten der wiederkehrenden Reisenden vier Jahre gespeichert und bei jeder Kontrolle aktualisiert werden. Trotz der erhöhten Kontrollintensität ist die Zeit zum Verlassen des Flughafens für Nicht-EU-Passagiere somit moderat und entspricht nicht den teils von Reisebüros genannten längeren Wartezeiten.
Insgesamt zeigt sich, dass die verstärkten Grenzkontrollen am Flughafen Palma ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und Effizienz bieten, das angesichts wachsender Anforderungen und Passagierzahlen zukunftsfähig ist.
Quelle: Agenturen




