Illegale Ankerplätze in den Badebereichen von Alcúdia

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In Alcúdia auf Mallorca sorgt die zunehmende Anzahl von Freizeitbooten für Unmut bei Anwohnern und Badegästen. Besonders in den Badebereichen Es Clot, am Strand des Ortskerns von Es Morer Vermell sowie entlang der Küstenlinie vor Es Barcarès häufen sich Beschwerden über illegale Ankerplätze.

Jedes Jahr zu Beginn der Sommersaison entstehen vor diesen Wohngebieten provisorische Ankerstellen, die aus Betonblöcken, mit Material gefüllten Reifen und langen Ketten bestehen. Diese beeinträchtigen nicht nur die Artenvielfalt im Meeresboden, sondern führen auch zu Sicherheitsproblemen.

Vor allem im Juli dieses Jahres rief die Situation im Gebiet von Es Clot Alarm hervor. Während dort traditionell kleine Boote und Jetskis unregelmäßig vor Anker liegen, wurden in diesem Sommer auch größere Llaüts an nicht genehmigten Stellen gesichtet. Dies stellt eine neue Dimension des Problems dar, da größere Boote mehr Platz benötigen und potenziell gefährlicher für Schwimmer und Taucher sind.

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Die Anwohner kritisieren, dass die Küstenbehörden bislang nicht eingegriffen haben, obwohl ähnliche Probleme in anderen Orten wie Portocolom oder Pollença bereits Maßnahmen erforderten. Illegale Ankerplätze bergen das Risiko, dass Boote sich bei Sturm lösen, an anderen Stellen auf Grund laufen oder sogar sinken, was hohe Kosten für Bergung und Entfernung verursacht. So sind bereits Boote treibend durch die Bucht von Pollença gefahren und gegen die Felsen von Alcúdia geprallt, wodurch die Nachbargemeinde belastet wurde.

Neben den ökologischen Schäden ist die Sicherheit der Badegäste ein großes Anliegen. Boote fahren mitunter zwischen Schwimmern und Tauchern hindurch, oft mit unangemessener Geschwindigkeit, was Unfälle provozieren kann. Die örtliche Polizei von Alcúdia ist personell und materiell nicht ausreichend ausgestattet, um in solchen Fällen zu intervenieren. Der Stadtrat für Polizei und Tourismus, Juan Sendín, erklärt, dass die Küstenbehörde informiert wurde, bisher jedoch keine Maßnahmen ergriffen wurden.

Als Ursachen für das wiederkehrende Problem werden der Mangel an verfügbaren Anlegeplätzen auf Mallorca und die unzureichende Zahl von Inspektoren genannt. Solange diese strukturellen Herausforderungen nicht gelöst werden, bleibt die illegale Nutzung der Badebereiche durch Boote ein ungelöstes und wachsendes Problem, das sowohl die Umwelt als auch die Sicherheit der Menschen gefährdet.

Quelle: Agenturen