Die Preisunterschiede bei Drogerieartikeln zwischen Spanien und Ländern wie Deutschland lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Ein wesentlicher Aspekt ist die unterschiedliche Mehrwertsteuer (IVA). Spanien wendet oft einen reduzierten Steuersatz von 10 % oder sogar nur 4 % auf bestimmte Körperpflegeprodukte und Medikamente an, während in Deutschland meist 21 % fällig werden.
Dies führt direkt zu niedrigeren Endpreisen für Verbraucher. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Angebotskultur. In Deutschland sind Rabattaktionen wie „1+1 gratis“ sehr verbreitet, was den Eindruck erweckt, dass Produkte günstiger sind.
Es wird spekuliert, dass die Standardpreise in Deutschland künstlich hochgehalten werden, um diese häufigen Angebote zu finanzieren. Spanische Supermärkte wie Mercadona verzichten weitgehend auf solche Aktionen.
Zusätzlich hat der Wettbewerb durch neue Discountketten wie ACTION und Zeeman in Spanien zu niedrigeren Preisen beigetragen. Schließlich gibt es Unterschiede im Vertrieb. In Spanien werden Medikamente wie Paracetamol ausschließlich in Apotheken (farmacias) verkauft, während Drogerien in Deutschland diese frei anbieten dürfen. Dies führt zu einer anderen Preisstruktur und Verfügbarkeit von bestimmten Produkten.
Quelle: Agenturen





