Eine aktuelle Studie zeigt, dass in Barcelona ein Bruttojahresgehalt von etwa 88.562 Euro notwendig ist, um sich finanziell glücklich zu fühlen. Dieser Betrag übersteigt das durchschnittliche spanische Gehalt mehr als doppelt und spiegelt die hohen Lebenshaltungskosten der Stadt wider.
Das Geldtransferunternehmen Remitly hat, basierend auf einer Untersuchung der amerikanischen Purdue University, das sogenannte „Glücksgehalt“ für verschiedene Städte Spaniens berechnet. Dieses Glücksgehalt markiert den Punkt, an dem zusätzliches Einkommen kaum noch zu mehr Zufriedenheit beiträgt.
Für Barcelona ist der Wert mit 88.562 Euro jährlich der zweithöchste im Land – nur Madrid liegt mit 89.759 Euro noch darüber. Diese Städte weisen zugleich die höchsten Wohnkosten Spaniens auf, was den Zusammenhang zwischen Mietpreisen und Glücksschwelle verdeutlicht. Am anderen Ende der Skala steht Granada mit einem Glücksgehalt von 73.153 Euro, gut 18 Prozent weniger als die Hauptstadt.
Die Berechnung basiert auf Kaufkraftdaten und lokalen Preisen, die das Lebensniveau jeder Stadt abbilden. In teuren Städten wie Barcelona schlagen vor allem die Mietkosten stark zu Buche. In den besten Stadtvierteln beansprucht die Miete oft bis zu drei Viertel eines Nettogehalts. Das durchschnittliche Monatsgehalt in Spanien beträgt rund 2.530 Euro brutto, in Barcelona etwas mehr, bleibt jedoch deutlich unter der Glücksschwelle.
Die Forscher warnen zudem davor, dass mehr Geld nicht unbegrenzt mehr Glück bringt. Menschen gewöhnen sich schnell an höhere Einkommen, was als hedonische Anpassung bezeichnet wird. Geld hilft vor allem dabei, reale Probleme wie Miete oder Schulden zu bewältigen. Darüber hinaus hängt das Glück vor allem davon ab, wie man mit dem Geld umgeht.
Insgesamt zeigt die Studie, dass finanzielle Zufriedenheit in Städten mit hohen Lebenshaltungskosten wie Barcelona eine große Herausforderung bleibt – und dass Glück mehr ist als nur ein hohes Gehalt.
Quelle: Agenturen





