In spanischen Supermärkten kommt es, ähnlich wie in Deutschland, häufig zu Diebstählen. Allerdings unterscheiden sich die bevorzugten Diebstahlgüter deutlich. Während in Deutschland vor allem Kaffee entwendet wird, steht in Spanien Olivenöl an erster Stelle. Auch Selbstscanner-Betrug, der in den Deutschland verbreitet ist, kommt in Spanien seltener vor, da Selbstbedienungskassen weniger üblich sind.
Ladendiebstähle in Spanien nehmen zu, wobei Supermärkte das Hauptziel darstellen. Ein Bericht von The Source Tagging Company (STC) zeigt, dass die Täter weniger von Not, sondern von Profit getrieben sind. Organisierte Gruppen stehlen Produkte, um sie weiterzuverkaufen, und auch Einzeltäter handeln aus diesem Motiv. Die Täter sind meist zwischen 20 und 60 Jahre alt und bevorzugen Markenprodukte gegenüber Eigenmarken.
Grundnahrungsmittel wie Brot oder Reis werden kaum gestohlen. Supermarktketten arbeiten häufig mit Tafeln zusammen, um Bedürftigen zu helfen. Olivenöl hat sich zu einem Problemprodukt entwickelt, insbesondere aufgrund der gestiegenen Preise.
Während früher nur bestimmte Regionen betroffen waren, ist Olivenöl nun landesweit ein begehrtes Diebstahlgut, wobei sowohl Premium- als auch Eigenmarken gestohlen werden. Alkoholische Getränke bleiben die am häufigsten gestohlene Kategorie, gefolgt von Olivenöl, iberischem Schinken, Körperpflegeprodukten und Wein.
Interessant ist die regionale Verteilung der Diebstähle: In Galicien, Kantabrien und Asturien werden vor allem Thunfisch und Tintenfisch gestohlen, in Aragón Fleischwaren, in Castilla y León und Andalusien Käse, in Katalonien Muscheln und Cava, und auf den Kanarischen Inseln und den Balearen lokale Käsesorten und regionale Getränke.
Quelle: Agenturen



