Weniger Selbstmorde in Spanien

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In Spanien ist die Zahl der Menschen, die 2024 durch Selbstmord ums Leben kamen, leicht zurückgegangen. Insgesamt starben 3.953 Personen, das sind 163 weniger als im Jahr zuvor. Dies ist der zweite Rückgang in Folge und scheint eine positive Nachricht zu sein. Die Zahlen für 2025 werden nächstes Jahr vom spanischen Statistikamt INE veröffentlicht.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch ein anderes Bild. Bei jungen Menschen unter 20 Jahren ist die Zahl der Selbstmorde sogar gestiegen. Im Jahr 2023 waren es 76 Fälle, im Jahr 2024 waren es 90. Vor allem bei Teenagern und jungen Erwachsenen wächst die Besorgnis, da diese Gruppe immer verletzlicher zu werden scheint.

Männer sind in den Statistiken weiterhin stark überrepräsentiert. Fast drei Viertel aller Selbstmorde wurden von Männern begangen. Der Unterschied zu Frauen ist groß und besteht seit Jahren. Bei Männern ist das Risiko um ein Vielfaches höher als bei Frauen.

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Die höchsten Zahlen werden bei Männern ab 85 Jahren gemessen. In der Altersgruppe von 85 bis 89 Jahren ist die Zahl der Selbstmorde mehr als fünfmal so hoch wie der nationale Durchschnitt. Dieser Anstieg macht deutlich, dass auch sehr alte Menschen besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Nach Ansicht der spanischen Gesundheitsbehörden ist Selbstmord nie auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Psychische Probleme spielen eine Rolle, aber auch soziale und wirtschaftliche Faktoren sind wichtig. Ein geringes Einkommen, Einsamkeit, Gesundheitsprobleme oder Perspektivlosigkeit können das Risiko erhöhen.

Die Regierung versucht, das Problem mit zusätzlichen Investitionen anzugehen. Für den Aktionsplan zur psychischen Gesundheit 2025 bis 2027 stehen fast 39 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Geld wird verwendet, um die Gesundheitsversorgung zugänglicher zu machen, Wartezeiten zu verkürzen und Pflegekräfte besser auszubilden.

Darüber hinaus werden fast 18 Millionen Euro für den Nationalen Suizidpräventionsplan bereitgestellt. Auch die Hotline 024 bleibt weiterhin verfügbar, bei der Menschen Tag und Nacht kostenlos und anonym Hilfe erhalten können. Seit ihrem Start im Jahr 2022 wurden bereits Hunderttausende Anrufe beantwortet.

Quelle: Agenturen