Die Differenzen im tatsächlichen Nettogehalt innerhalb Europas sind enorm und können jährlich bis zu mehreren Zehntausend Euro betragen. Besonders für Personen, die einen Umzug nach Spanien erwägen oder dort bereits leben, ist dies ein entscheidender finanzieller Faktor. Eine Analyse von Euronews Business hat 31 europäische Länder anhand der Steuersätze von 2025 untersucht, wobei das Bruttojahresgehalt eines Alleinstehenden ohne Kinder von 100.000 Euro zugrunde gelegt wurde.
Spitzenreiter und Schlusslichter im europäischen Vergleich
Am meisten von seinem Bruttogehalt behält man in Bulgarien, wo beeindruckende 86.930 Euro netto übrig bleiben. Dahinter folgen Estland mit 74.400 Euro und Tschechien mit 72.800 Euro. Im Gegensatz dazu steht Belgien mit nur 50.750 Euro als Land mit der höchsten Steuerbelastung. Auch Dänemark, Schweden und Österreich weisen vergleichsweise niedrige Nettobeträge auf.
Innerhalb der fünf größten europäischen Volkswirtschaften schneidet Spanien überraschend gut ab. Mit einem Nettogehalt von 64.200 Euro liegt es nur hinter dem Vereinigten Königreich (69.900 Euro) und damit klar vor Frankreich, Deutschland und Italien. Der weitverbreitete Mythos, die spanische Steuer ziehe die Hälfte des Gehalts ein, wird durch diese Zahlen relativiert.
In Osteuropa sind die Steuer- und Sozialabgaben oft pauschal und niedriger, was den Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto lässt. West- und Nordeuropa hingegen nutzen progressive Steuersysteme, bei denen höhere Einkommen stärker belastet werden. Spanien verwendet ebenfalls eine progressive Einkommensteuer (IRPF) mit einem Grundsteuersatz von 19 Prozent, der bis zu 47 Prozent bei sehr hohen Einkommen ansteigt. Dennoch ist die Gesamtbelastung aufgrund von Steuerklassen und Abzugsmöglichkeiten geringer als in vielen Nachbarländern.
Die Steuerregelungen für Ausländer in Spanien variieren zudem je nach Wohnsitzstatus, was für potenzielle Auswanderer und Expats ebenfalls von Bedeutung ist.
Quelle: Agenturen




