Am 8. Juni rufen die Beamten der staatlichen Steuerbehörde AEAT zu einem 24-stündigen Streik auf, was mitten in der laufenden Steuererklärungssaison stattfindet. Diese Arbeitsniederlegung ist das Ergebnis ungelöster Forderungen der Gewerkschaft CSIF, die trotz bereits erfolgter Streiks keine Berücksichtigung gefunden haben.
Auf den Balearen sind etwa 700 AEAT-Beamte zum Streik aufgerufen, landesweit sind es rund 28.000. Obwohl noch keine Mindestdienstleistungen offiziell festgelegt sind, könnte der Streik vor allem Bürger treffen, die einen Termin zur Erstellung ihrer Einkommenssteuererklärung beim kostenlosen AEAT-Service vereinbart haben. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen jedoch von der Streikbeteiligung ab. Die AEAT versichert, den Service bestmöglich anzupassen und einen Mindestdienst zu gewährleisten.
Die Gewerkschaft begründet den Streik mit einer unhaltbaren Arbeitssituation, vor allem auf den Balearen. Dort verschärfen hohe Immobilienpreise die Lage, da es für Beamte schwierig ist, dauerhaft vor Ort zu bleiben. Dies führt zu hoher Arbeitsbelastung, Stress und teilweise Krankmeldungen. Angesichts des Bevölkerungswachstums wird mehr Personal gefordert.
Die Forderungen der CSIF umfassen unter anderem die Aktualisierung der Laufbahnvereinbarungen seit 2010, eine Gehaltserhöhung, Verbesserungen bei interner Beförderung und Mobilität sowie den Ausbau der Telearbeit mit flexiblen Homeoffice-Regelungen. Zudem wird die Anerkennung des Zollpersonals als Risikoberuf mit vorzeitigem Ruhestand gefordert. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abschaffung der flexiblen Arbeitszeitregelung zugunsten fester Arbeitszeiten.
Die Gewerkschaft warnt, dass diese Forderungen unverzichtbare Verbesserungen für die Mitarbeiter darstellen und ruft alle Beschäftigten der AEAT zur Teilnahme am Streik auf. Die bevorstehende Arbeitsniederlegung verdeutlicht die Spannungen innerhalb der Behörde und die Herausforderungen, vor denen die Steuerbeamten in Spanien stehen.
Quelle: Agenturen





