15 % der Kinder auf den Balearen leiden unter Angstzuständen oder Depressionen aufgrund sozialer Netzwerke

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Die Vorsitzende des Unicef-Komitees der Balearen, Valentina Milano, hat darauf hingewiesen, dass 15 Prozent der Kinder auf den Balearen unter Angstzuständen oder Depressionen leiden, die mit der Nutzung des Internets, der sozialen Netzwerke und mobiler Geräte zusammenhängen.

Dies gab sie bei der Vorstellung des Berichts „Digitale Kindheit“ bekannt, in dem sie auch einen besseren Schutz für Kinder und Jugendliche vor den Risiken der digitalen Welt forderte und betonte, dass die Sicherheit von Minderjährigen im Internet nicht ihnen selbst, sondern den Institutionen obliegen müsse. Zudem forderte sie, „digitale Gewalt mit realer Gewalt gleichzusetzen“.

Zudem wies sie darauf hin, dass 90 Prozent der Bevölkerung besorgt über die Auswirkungen der digitalen Welt auf Kinder sind, und forderte auch einestärkere Einbindung der Familien. In diesem Zusammenhang warnte sie, dass nur drei von zehn Eltern die Nutzung von Geräten einschränken.

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In diesem Zusammenhang argumentierte sie, dass Kinder „nicht für ihren eigenen Schutz verantwortlich sein können“, sondern dass dies in der Zuständigkeit der Institutionen, der Familien, der Bildungseinrichtungen und der Gesellschaft insgesamt liege. Wie sie darlegte, besteht die Herausforderung darin, ein Gleichgewicht zwischen Kontrollmaßnahmen und der Erziehung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Technologie zu finden.

Zudem forderte sie gesetzliche Fortschritte, die Technologieunternehmen zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Algorithmen verpflichten, wobei sie jedoch betonte, dass die Vorschriften von neuen Regulierungsbehörden begleitet werden müssen, um deren Einhaltung zu überwachen.

Milano betonte die Bedeutung der technologischen sowie der affektiv-sexuellen Bildung, damit sich Kinder und Jugendliche sicher im Internet bewegen können, und hob die Notwendigkeit hervor, den Minderjährigen zuzuhören, um zu erfahren, mit welchen Problemen, Risiken und Situationen sie in ihrem Alltag konfrontiert sind.

In ihrer Rede betonte sie die Notwendigkeit, eine bessere digitale Hygiene im familiären Umfeld zu fördern, und warnte, dass das Bewusstsein für die mit der digitalen Welt verbundenen Risiken nach wie vor unzureichend sei. Zudem sprach sie sich dafür aus, den Einsatz von Tools zur elterlichen Kontrolle zu verstärken und Familien mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um Kinder und Jugendliche bei der Nutzung des Internets und der sozialen Netzwerke zu begleiten.

Die Präsidentin von UNICEF Balearen wies zudem darauf hin, dass die mit der digitalen Welt verbundenen Risiken Jungen und Mädchen in unterschiedlichem Maße betreffen. Wie sie erklärte, seien die Unterschiede besonders ausgeprägt in Situationen, die den Austausch sexuell geprägter Inhalte betreffen – ein Problem, von dem Mädchen in weitaus größerem Maße betroffen sind.

Milano forderte zudem ein stärkeres Engagement der Technologiebranche bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Systeme zum Schutz von Minderjährigen. „Die Unternehmen verfügen über die dafür notwendige Technologie, nutzen diese aber nicht ausreichend“, erklärte sie.

Schließlich stellte sie die von UNICEF initiierte Kampagne „Sichere Algorithmen jetzt“ vor, mit der von digitalen Plattformen sicherere und transparentere Systeme gefordert werden, die einen besseren Schutz der Rechte von Kindern und Jugendlichen gewährleisten.

Quelle: Agenturen