2025 sind rund 32.000 Pflegeplätze frei geworden

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Im Jahr 2025 warteten über 32.000 Spanier auf die medizinische Versorgung, die ihnen zustand, und verstarben in der Zwischenzeit. Diese Menschen hatten Anträge auf “dependencia” (Pflegeabhängigkeit) gestellt, die nicht rechtzeitig bearbeitet wurden. Ende des letzten Jahres befanden sich weitere 152.693 Personen auf der Warteliste des nationalen Pflegesystems, und die durchschnittliche Wartezeit betrug 341 Tage bis zur tatsächlichen Hilfeleistung.

Der Thinktank Funcas hat zusammen mit der Asociación Estatal de Directores y Gerentes de Servicios Sociales einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie viele Menschen verstarben, während ihre Anträge bearbeitet wurden, und wie viele zum Jahresende noch auf Unterstützung im “Sistema para la Autonomía y Atención a la Dependencia” (SAAD) warteten.

In Spanien müssen Pflegebedürftige mehrere Phasen durchlaufen: Zuerst die Einstufung des Bedarfs, dann die Bewilligung der Leistung und schließlich die Erbringung oder Auszahlung derselben. Jede Phase kann Monate dauern. Besonders der Schritt vom Antrag bis zur Anerkennung des Pflegebedarfs ist mit durchschnittlich 255 Tagen der größte Engpass.

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Die Wartezeiten variieren stark je nach Region. In Andalusien dauert es bis zu 496 Tage, während es in Kastilien und León nur etwa 113 Tage sind. Diese regionalen Unterschiede haben erhebliche Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien.

Funcas unterscheidet drei Gruppen von Wartenden im sogenannten “Limbo der Pflegebedürftigkeit”. Die größte Gruppe hat einen anerkannten Anspruch, erhält aber keine Leistung. Eine weitere Gruppe wartet seit einem halben Jahr auf den Bescheid zur Pflegebedürftigkeit. Die kleinste Gruppe hat eine bewilligte Leistung, wartet aber noch auf deren Auszahlung. Diese Wartesituation betrifft landesweit 9,34 Prozent der Anspruchsberechtigten, wobei in Regionen wie Murcia und Katalonien die Quote deutlich höher ist.

Hinter diesen Zahlen steht die finanzielle Belastung der Familien, die für die Pflegekosten selbst aufkommen müssen, solange keine staatliche Entscheidung getroffen wird. Im Jahr 2025 betrugen die inoffiziellen Pflegekosten in Haushalten etwa 61.500 Millionen Euro – fast dreimal so viel wie das offizielle Budget für dependencia. In Kombination mit den staatlichen Mitteln ergibt dies fast 5 Prozent des spanischen BIP.

Für ausländische Bewohner Spaniens ist dieses Thema ebenfalls relevant, da sie oft keine nahe Familie haben, die informelle Pflege leisten kann. Die kulturelle Erwartung, dass Familienangehörige die Pflege übernehmen, stellt für viele ein Problem dar. Ohne nahe Verwandte müssen Alternativen gefunden werden, wie private Betreuung oder Pflegeheime, die jedoch ebenfalls lange Wartelisten haben. Ob es bald Verbesserungen geben wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: Agenturen