Am 28. Juli 2026 wüten in Spanien weiterhin mehrere große Waldbrände, die von Madrid bis zur Extremadura reichen. Insgesamt sind bereits rund 150.000 Hektar Land verbrannt, und ein Brand in Portugal droht nun, auf die spanische Provinz Zamora überzugreifen. Die Lage bleibt angespannt, insbesondere in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo.
In der Comunidad de Madrid sind 13 Straßen mit einer Gesamtlänge von 178 Kilometern gesperrt, darunter Teile der M-507. Trotz der Herausforderungen verbessert sich die Lage laut Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso langsam. Insgesamt sind 300 Feuerwehrleute, acht Flugzeuge und fünfzig Fahrzeuge im Einsatz. In Ávila und Toledo entspannt sich die Situation etwas, dennoch bleibt El Tiemblo in Ávila wegen der Nähe zu den Bränden kritisch. In Toledo konnte die Alarmstufe bereits gesenkt werden, und mehr als 4.200 Menschen sind in ihre Häuser zurückgekehrt. Einige Gemeinden bleiben jedoch weiterhin evakuiert.
Der Brand bei Vall d’Uixó in Castellón ist mit über 6.500 Hektar und einem Umfang von mehr als 40 Kilometern der schwerwiegendste im Land. Die Löscharbeiten sind aufgrund des ungünstigen Wetters sehr schwierig, besonders bedroht ist der Naturpark Sierra de Espadán mit seinem Korkeichenwald. In Teruel ist das Feuer bei Ejulve weitgehend eingedämmt, doch fünf Dörfer bleiben evakuiert. In Huesca wütet ein Brand in schwer zugänglichem Gelände, der nur mit Hubschraubern bekämpft werden kann.
In Portugal bekämpfen die Einsatzkräfte sechs Großbrände, einer davon nahe der Grenze zu Spanien bei Bragança. Die Gefahr, dass das Feuer die Grenze zu Zamora überquert, ist hoch, weshalb spanische und portugiesische Einsatzkräfte eng zusammenarbeiten. Weitere Brände im Landesinneren erschweren die Lage zusätzlich durch schwer zugängliches Gelände.
Satellitendaten zeigen, dass in Spanien in diesem Jahr bereits über 200.000 Hektar verbrannt sind – deutlich mehr als im Vorjahr. Nur die Jahre 2022 und 2023 waren noch schlimmer. Bis Ende Juli wurden 32 Großbrände registriert, was den Durchschnitt der letzten zehn Jahre deutlich übersteigt. Trotz des Abklingens einiger Brände, wie in Extremadura, bleibt die Lage vielerorts kritisch.
Diese Waldbrandsaison verdeutlicht die zunehmende Gefahr durch Hitze und Trockenheit, die nicht nur die Umwelt massiv schädigen, sondern auch zahlreiche Menschen zur Flucht zwingen. Die kommenden Tage mit erwarteten Südwinden und steigenden Temperaturen könnten die Situation weiter verschärfen.
Quelle: Agenturen





