29.06.2026 – Spanien vor neuer Hitzewelle?

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Der spanische Wetterdienst AEMET warnt eindringlich vor einer bevorstehenden Hitzewelle, die das Land erneut mit Temperaturen über 38 Grad Celsius heimsuchen wird. Nach einer kurzen Abkühlung durch atlantische Luftströmungen kehrt die sengende Hitze nächste Woche landesweit zurück und stellt vor allem das Landesinnere sowie die großen Flusstäler vor erhebliche Herausforderungen.

Die Ursache der neuen Hitzewelle bleibt unverändert: Ein stark ausgeprägtes Hochdruckgebiet über Nordafrika drückt heiße Luftmassen nach Norden, was die Temperaturen Tag für Tag weiter ansteigen lässt.

Besonders betroffen sind das Guadalquivir- und das Ebro-Tal, wo die höchsten Werte erwartet werden, ebenso wie das spanische Binnenland und die Balearen. Diese Wetterlage führt zu einer sogenannten Hitzekuppel, bei der die warme Luft wie unter einem Deckel eingeschlossen wird und die Temperaturen zusätzlich in die Höhe treibt.

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Eine Hitzewelle wird offiziell erst dann festgestellt, wenn an vielen Messstationen über mindestens drei Tage hinweg die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt liegen. Zusätzlich sorgen die sogenannten Tropennächte, in denen das Thermometer kaum unter 20 Grad fällt, für Belastungen, besonders in Städten mit viel Stein und Asphalt. Dies erschwert die nächtliche Erholung und stellt eine besondere Gefahr für ältere Menschen dar.

Die Gefährlichkeit der aktuellen Situation zeigt sich in den traurigen Folgen der letzten Hitzewelle, die zwischen dem 21. und 24. Juni über 200 Menschenleben forderte. Die vergangenen Tage brachen vielerorts Temperaturrekorde, so wurden im Ebro-Tal Spitzenwerte um 42 Grad gemessen, und selbst im sonst kühleren Norden stiegen die Temperaturen ungewöhnlich hoch. Die erneute Hitzewelle unterstreicht die Intensität dieses frühen und extrem heißen Sommers in Spanien.

Die Bevölkerung ist daher gut beraten, sich auf die kommenden heißen Tage sorgfältig vorzubereiten und besonders gefährdete Gruppen zu schützen. Die Hitzewellen werden durch den Klimawandel immer häufiger und intensiver, was den Umgang mit solchen Extremwetterlagen zu einer wachsenden gesellschaftlichen Herausforderung macht.

Quelle: Agenturen