3,5 Millionen Euro für Viehzuchtbetriebe der Balearen

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Die Balearen setzen ein Zeichen der Solidarität mit ihren Viehzuchtbetrieben: Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt stellt über den Garantiefonds FOGAIBA einen Hilfsfonds von 3,5 Millionen Euro bereit. Ziel dieser Maßnahme ist es, die stark gestiegenen Futtermittelkosten aufgrund der angespannten internationalen Lage – insbesondere des Konflikts im Nahen Osten – abzufedern.

Die Finanzierung ist Bestandteil der im Gesetzesdekret 1/2026 verankerten Sondermaßnahmen. Sie adressiert sowohl den globalen Anstieg der Futtermittelpreise als auch die gestiegenen Transportkosten, von denen die Insellage der balearischen Betriebe besonders betroffen ist. Da die Viehzucht auf den Balearen fast vollständig auf Futtermittellieferungen vom Festland angewiesen ist, steigen die Ausgaben für Futter und Transport stetig an – eine finanzielle Belastung, die Betriebe unterschiedlichster Größe vor erhebliche Herausforderungen stellt.

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Die Unterstützung wird auf Grundlage eines Modulsystems berechnet, das Tierart, Anzahl der Tiere sowie Betriebsform berücksichtigt. So erhalten beispielsweise Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Schweinebetriebe, aber auch Geflügel- und Imkereibetriebe, je nach Tierbestand spezifisch bemessene Pauschalen. Der maximale Förderbetrag liegt bei 25.000 Euro pro Betrieb. Auch die Einhaltung unionsrechtlicher Vorgaben zu sogenannten De-minimis-Beihilfen wird dabei gewährleistet.

Antragsberechtigt sind registrierte Betriebe, die den im BOIB veröffentlichten Kriterien entsprechen. Die Antragsfrist läuft vom 14. Oktober bis 30. Oktober 2026. Die Beantragung erfolgt unkompliziert über die Online-Plattform des FOGAIBA. Jede Auszahlung wird nach dem Eilverfahren zügig und transparent per Banküberweisung abgewickelt.

Diese Initiative unterstreicht den Stellenwert der lokalen Landwirtschaft und die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit auf den Inseln zu stärken. In einem zunehmend instabilen globalen Umfeld sendet die balearische Agrarpolitik das klare Signal: Die Produzenten vor Ort werden nicht allein gelassen.

Quelle: Agenturen