Marga Prohens, die Präsidentin der Balearen, setzt sich in Brüssel für mehr Flexibilität und gezielte Unterstützung der Inselunternehmen ein. Im Zentrum ihres Besuchs stehen die Wettbewerbsfähigkeit der Balearen, Herausforderungen durch die Insellage und der Umgang mit regionalen Besonderheiten auf europäischer Ebene.
Der Fokus liegt auf drei Kernthemen: Die Lockerung der Vorschriften für De-minimis-Beihilfen, die Gestaltung des Mittelmeer-Pakts sowie Strategien zur Wasserresilienz. Besonders bedeutend ist das Treffen mit Teresa Ribera, der ersten Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. Hier fordert Prohens ein Umdenken bei bestehenden Förderobergrenzen: Sie plädiert für Sonderregelungen, die die strukturellen Nachteile einer Inselregion berücksichtigen. Unterstützt wird sie durch eine von PwC erstellte Studie, die die Mehrkosten durch die Insellage fundiert beziffert und Vergleiche mit anderen europäischen Inseln einbezieht.
Im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte nimmt Prohens außerdem an einem Seminar des Mittelmeer-Pakts teil. Themen wie wirtschaftlicher Wandel, Nachhaltigkeit und Einwanderung stehen dabei im Vordergrund. Die Balearen betonen ihre Rolle als Frontlinie der europäischen Migrationspolitik und fordern ein größeres Engagement von Institutionen wie Frontex, um dem Druck auf die Inselregionen zu begegnen.
Abschließend beteiligt sich die Präsidentin an der Allianz für Wasserresilienz. Unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt“ werden wegweisende Ansätze für nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen vorgestellt, eine dringende Aufgabe angesichts wachsender klimatischer Herausforderungen.
Mit ihrem engagierten Eintreten in Brüssel macht Prohens deutlich: Die spezifischen Bedingungen und Bedürfnisse der Balearen verdienen in der europäischen Politik stärkere Beachtung – im Interesse der Unternehmen, der Gesellschaft und der Zukunftsfähigkeit der Region.
Quelle: Agenturen





