An vielen Orten im spanischen Ländlichen Raum ist die Internetverbindung nach wie vor sehr langsam. Mittlerweile sind viele Menschen auf das Satellitensystem von Starlink umgestiegen, doch das hat seinen Preis. Während die Städte schon lange über schnelles Internet verfügen, hinkt der Rest des Landes hinterher. Die Regierung hat nun beschlossen, dies mit dem Projekt „5G Redes Muy Rurales“ zu ändern.
Die Regierung setzt auf den Ausbau von 5G in dünn besiedelten Regionen. Dies sind oft Orte, an denen die Bevölkerung schrumpft und lokale Dienstleistungen langsam verschwinden. Man hofft, dass ein besseres Internet dafür sorgt, dass die Einwohner bleiben oder dass sogar wieder Menschen in diese Gebiete zurückkehren.
Laut der Zeitung Cinco Días wird gerade in diese Regionen kräftig investiert. Es ist schlichtweg sehr schwierig, neue Einwohner oder Unternehmen anzuziehen, wenn es kein ordentliches Internet gibt.
Für Telekommunikationsanbieter wie Movistar, Vodafone und Orange ist der Aufbau von Netzen in diesen Gebieten wirtschaftlich nicht sehr rentabel, da dort nur wenige Kunden leben. Deshalb stellt die Regierung Subventionen zur Verfügung. Auf diese Weise werden diese Unternehmen dennoch dazu ermutigt, auch dort 5G zu installieren.
Schnelles Internet kann eine große Hilfe sein. Es erleichtert das Arbeiten von zu Hause aus und gibt lokalen Unternehmen Raum zum Wachsen. Auch für Landwirte und Kleinunternehmer bietet es neue Möglichkeiten.
Dennoch ist das Internet allein nicht die Lösung für alle Probleme. Es braucht mehr, wie zum Beispiel ausreichend Arbeit, gute Schulen und eine gute Erreichbarkeit. 5G hilft den Dörfern, voranzukommen, aber es ist sicherlich nicht das Einzige, was zählt.
In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob diese Maßnahmen die spanischen Dörfer tatsächlich wieder zum Leben erwecken können.
Quelle: Agenturen



