Nach monatelanger Beobachtung stürmte die Guardia Civil ein Haus in Marratxí auf Mallorca und entdeckte 50 Kilo getrocknete Cannabisblüten, Waffen, Bargeld und einen manipulierten Stromanschluss.
Die Durchsuchung wirft Fragen für die Gemeinde auf. Wie konnte ein Wohnhaus in Marratxí unbemerkt zu einer Drogenfabrik werden?
Anwohner und eine nahegelegene Schule hatten monatelang Cannabisgeruch gemeldet. Die Guardia Civil beschlagnahmte 50 Kilo Marihuana.
Die zentrale Frage ist: Wie konnte ein so umfangreiches Produktionssystem über längere Zeit in einer ruhigen Wohngegend unentdeckt bleiben?
Am frühen Morgen stürmte die Guardia Civil das Haus, das Nachbarn seit Monaten verdächtig vorkam. Anstelle eines normalen Haushalts fanden die Beamten mehrere Anbauflächen, Verarbeitungsmaschinen, etwa 50 Kilogramm getrocknete Blüten und fast 260 Gramm Haschisch. Außerdem wurden rund 6.400 Euro Bargeld, ein Sportbogen mit Pfeilen und mehrere Macheten sichergestellt. Der mutmaßliche Betreiber, ein 46-jähriger Mann, wurde verhaftet.
Die Observation war das Ergebnis von Hinweisen. Eltern und Lehrer hatten wiederholt über einen starken Geruch geklagt, der besonders an warmen Tagen durch die Straßen zog. Zudem gab es Beobachtungen von ungewöhnlichem Verkehr: Personen schienen ständig zum Haus zu gehen, um Ware abzuholen. Nach mehrmonatigen Ermittlungen erfolgte der Zugriff.
Techniker stellten fest, dass der Stromzähler manipuliert war und kein regulärer Vertrag vorlag. Der Stromverbrauch entsprach dem von etwa 15 Haushalten. Dies deutet auf eine großflächige Indoor-Anbauanlage mit Beleuchtung, Ventilatoren und anderen technischen Anlagen hin.
Quelle: Agenturen





