Schadenersatz für Ferienwohnungsbesitzer

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Im Mai 2026 hat der spanische Oberste Gerichtshof das nationale Registrierungssystem für Ferienvermietungen, die sogenannte Número de Registro de Alquiler (NRA), aufgehoben. Diese Entscheidung eröffnet Besitzern von Ferienwohnungen, die für die Registrierung gezahlt oder durch die Abschaltung ihrer Anzeigen finanzielle Einbußen erlitten haben, die Möglichkeit, Schadenersatz von der spanischen Regierung zu fordern.

Die NRA war eine verpflichtende Registrierungsnummer, die Vermieter seit 2024 über ein digitales Ein-Schalter-System beantragen mussten. Ohne diese Nummer durften Plattformen wie Airbnb oder Booking keine Anzeigen veröffentlichen. Der Oberste Gerichtshof stellte fest, dass die Zentralregierung hierfür keine Zuständigkeit hatte, da Tourismus in Spanien in die Kompetenz der autonomen Regionen fällt. Dies führte zur sofortigen Wiederfreischaltung von über 111.000 Ferienwohnungen und zur rechtlichen Aufhebung des Registers.

Die Verantwortung für die Folgen liegt bei der Regierung, nicht bei den Vermietungsplattformen. Vermieter können nun auf zwei Wegen Ansprüche geltend machen: Erstens die Rückerstattung der Verwaltungsgebühr von 32,73 Euro, die für die NRA-Erteilung gezahlt wurde, und zweitens Schadenersatz für entgangene Einnahmen, etwa wegen temporärer Offline-Stellung der Anzeigen in der Hochsaison. Letzteres erfordert eine genaue Dokumentation von Einnahmen und Buchungen sowie möglicherweise rechtliche Unterstützung.

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Wichtig ist die strenge Frist von einem Jahr ab der offiziellen Veröffentlichung des Urteils im spanischen Staatsanzeiger (BOE). Vermieter sollten daher umgehend Belege, Rechnungen und Nachweise sammeln und den Antrag elektronisch beim Ministerio de Vivienda y Agenda Urbana einreichen, das für die Bearbeitung zuständig ist.

Der Wegfall der NRA bedeutet nicht das Ende der Registrierungspflicht: Künftig ist weiterhin die touristische Genehmigungsnummer der jeweiligen autonomen Region oder Gemeinde (VUT) erforderlich, die in den Anzeigen sichtbar angegeben sein muss. Die Regulierung bleibt also regional verankert und entscheidend für eine legale Vermietung.

Für Besitzer von Ferienwohnungen in Spanien ist es jetzt essenziell, die Fristen und Formalitäten zu beachten, um sowohl gezahlte Gebühren zurückzufordern als auch möglichen Schadenersatz geltend zu machen – ein bedeutender Schritt zur Wahrung ihrer Rechte nach der Aufhebung eines fehlerhaften Systems.

Quelle: Agenturen