Die Balearen planen eine erstmalige, umfassende Zählung von Menschen ohne festen Wohnsitz, um ein genaueres Bild der Obdachlosigkeit auf den Inseln zu erhalten. Diese Erhebung soll am 30. September 2026 stattfinden und wird in Zusammenarbeit zwischen der Universität der Balearen (UIB) und der Europäischen Vereinigung zur Bekämpfung von Armut (EAPN) durchgeführt.
Bislang gab es keine verlässlichen Zahlen über die Anzahl der obdachlosen Menschen auf den Balearen. Die Zählung ist daher ein wichtiger Schritt, um die tatsächliche Dimension des Problems zu erfassen. Rund 500 Freiwillige werden für die Datenerhebung gesucht, um Menschen ohne festen Wohnsitz in verschiedenen Regionen der Inseln zu erfassen.
Hilfsorganisationen berichten von einem deutlichen Anstieg der Obdachlosigkeit. Als Hauptursachen werden die stark gestiegenen Mietpreise und die allgemeine Teuerung der Lebenshaltungskosten genannt. Diese Faktoren erschweren es vielen Menschen, eine stabile Wohnung zu halten, was die Zahl der Betroffenen steigen lässt.
Die geplante Zählung ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern soll auch dazu beitragen, die sozialen Hilfsangebote besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen abzustimmen und gezielter gegen Armut und Wohnungslosigkeit vorzugehen. Die Kooperation zwischen Universität und Hilfsorganisationen verspricht eine fundierte Datengrundlage, die künftig politische und soziale Maßnahmen unterstützen kann.
Mit dieser Initiative setzen die Balearen ein wichtiges Zeichen, um das Thema Obdachlosigkeit sichtbarer zu machen und langfristig Lösungen zu fördern. Die Ergebnisse der Zählung werden mit Spannung erwartet und könnten den Weg für verbesserte soziale Unterstützung auf den Inseln ebnen.
Quelle: Agenturen





