Ärztegewerkschaft SIMEBAL ruft zu unbefristetem Streik auf

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Die Ärzte in Spanien stehen vor einer bedeutenden Eskalation ihres Arbeitskampfes: Die Gewerkschaft SIMEBAL hat angekündigt, ab Mitte Oktober einen unbefristeten Streik zu beginnen. Es wird erwartet, dass es sich um den bisher aggressivsten und konfrontativsten Streik in der Geschichte der Ärzteschaft handelt. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf den Vorentwurf des Rahmenstatuts, der kürzlich von der spanischen Regierung verabschiedet wurde und derzeit vom Abgeordnetenhaus zur endgültigen Annahme behandelt wird.

Seit über einem Jahr führen die Ärzte bereits Teilstreiks durch, um gegen den Gesetzesentwurf zu protestieren. Sie kritisieren, dass ihre Anliegen bei der Ausarbeitung des Gesetzes unberücksichtigt blieben und dass das Statut die spezifischen Herausforderungen ihres Berufsstands nicht adressiert.

Zu den zentralen Forderungen zählen ein eigenes, auf die Besonderheiten der Ärzteschaft zugeschnittenes Statut, die Einführung der Berufsgruppe A1 Plus, die eine angemessene Anerkennung der akademischen und beruflichen Laufbahn sichern soll, eine reguläre Arbeitszeit von 35 Stunden mit freiwilligen Überstunden sowie bessere Vergütungen für Bereitschaftsdienste und flexiblere Regelungen zum Ruhestand.

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Der Vorsitzende von SIMEBAL, Miguel Lázaro, bezeichnet die Entscheidung zum unbefristeten Streik als „schwierig, aber notwendig“, um eine entschiedene Antwort auf die Entscheidungen der Regierung zu geben. Er macht insbesondere Gesundheitsministerin Mónica García und Ministerpräsident Pedro Sánchez für die verhärtete Lage verantwortlich. Seit Beginn der Arbeitsniederlegungen mussten bereits fast 87.000 medizinische Behandlungen abgesagt werden, was erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssituation in Krankenhäusern und der Primärversorgung hatte und zu längeren Wartezeiten führt.

Der angekündigte Streik soll nach Angaben von Lázaro eine neue Dimension erhalten: Noch nie zuvor habe man eine derart aggressive Form des Protests gesehen. Die Ärzte sind entschlossen, ihre Arbeit niederzulegen, bis die Regierung zu Verhandlungen bereit ist. Diese Entwicklung spiegelt die tiefgreifende Unzufriedenheit innerhalb der Ärzteschaft wider und hebt die Bedeutung von konstruktiven Dialogen hervor, um Lösungswege zu finden, die die Qualität der Gesundheitsversorgung langfristig sichern und zugleich die berechtigten Interessen der Ärzte anerkennen.

Quelle: Agenturen