240 Immobilien-Käufer auf Mallorca betrogen

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Carlos García Roldán, einer der berüchtigtsten Immobilienbetrüger Spaniens, konnte sich monatelang der Justiz entziehen. Ohne das Haus zu verlassen, ließ er seine Familie alle Besorgungen erledigen. Doch letztlich spürte die Guardia Civil ihn in einem ungewöhnlichen Versteck auf: unter der Spüle im Haus seiner Mutter.

Mit dieser Festnahme endete García Roldáns zweite Flucht, der als “Charly” bekannte frühere Immobilienmakler. Er war im Dezember wegen eines umfangreichen Immobilienbetrugs auf den Balearen zu über 14 Jahren Haft verurteilt worden, wobei er 240 Käufer um insgesamt mehr als 3,3 Millionen Euro betrog. Diese Opfer investierten in Wohnungen, die niemals gebaut wurden.

Die Immobilienfirma Lujocasa bot zahlreiche Neubauprojekte an, aber die versprochenen Häuser wurden nie realisiert. Käufer hinterlegten Zahlungen in der Hoffnung auf ihr Traumhaus, doch sie wurden enttäuscht. Insgesamt legten die Geschädigten über 3,38 Millionen Euro für Projekte bereit, die es nie gab.

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Die Ermittlungen begannen 2018, als immer mehr Betrugsanzeigen eingehen. Den Opfern standen lange juristische Auseinandersetzungen bevor, und erst im Jahr 2025 kam der weitreichende Fall vor Gericht.

García Roldán gründete Lujocasa lediglich mit einem Startkapital von 6.000 Euro und plante dennoch 38 Wohnbauprojekte, deren Verwirklichung über 34 Millionen Euro gekostet hätte. Das Unternehmen verfügte nie über die notwendigen finanziellen Mittel oder Grundstücke, um diese Pläne umzusetzen. Zahlreiche Anzahlungen verschwanden aus den Konten des Unternehmens und landeten stattdessen in Casinos und bei Juwelieren.

Trotz seiner Verurteilung konnte García Roldán fliehen. Die Guardia Civil wurde später auf seinen Aufenthalt bei seiner Mutter in Calella aufmerksam und ging dem Hinweis nach. Schließlich entdeckten sie ihn gut versteckt in einem Küchenschrank unter der Spüle. Mit dieser Festnahme konnte ein weiteres Kapitel eines langen Betrugsfalls abgeschlossen werden.

Quelle: Agenturen