Die Tourismusbranche auf Mallorca zieht nach den Sommermonaten ein zwiespältiges Fazit. Auf den ersten Blick sprechen die reinen Zahlen für eine erfolgreiche Saison: Die Hotelverbände melden eine ähnlich hohe Auslastung wie im starken Vorjahr. Allein bis Ende Juli registrierten die Balearen rund 11,1 Millionen Urlauber, was einem leichten Zuwachs von knapp zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2025 entspricht.
Unter der Oberfläche zeigen sich jedoch deutliche Verhaltensänderungen bei den Urlaubern. Die Betriebe verzeichnen einen klaren Trend zu wesentlich kurzfristigeren Buchungen sowie insgesamt kürzeren Verweildauern. Während die Betten in den Hotels also gut gefüllt bleiben, trifft die veränderte Ausgabenbereitschaft vor allem die Gastronomie hart.
Nach Angaben des zuständigen Branchenverbands halten die Gäste ihr Geld spürbar enger zusammen – ein Trend, der sich seit Ende August noch einmal verstärkt hat. Statt abends im Restaurant zu essen, verpflegen sich immer mehr Urlauber im Supermarkt, was bei vielen Gastronomen zu spürbaren Umsatzeinbußen führt.
Quelle: Agenturen




