Frisches Obst auf Mallorca (fast) so teuer wie Kaviar

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Innerhalb des letzten Jahres sind die Preise auf den Balearen um 15,3 % gestiegen. Für viele Menschen ist das Einkaufen zur Belastung geworden, da die Preise explodiert sind und Grundnahrungsmittel wie frisches Obst zu exorbitanten Preisen verkauft werden. Laut den neuesten Daten des Nationalen Instituts für Statistik (INE) haben die Preise auf den Balearen im vergangenen Jahr um 15,3 % zugenommen.

Ein Besuch auf den Märkten reicht aus, um die Situation zu erfassen. Die Marktleiterin von Pere Garau, Paquita Bonnín, hebt hervor, dass besonders der Preis für Tomaten drastisch gestiegen ist. Ein Kilogramm Salattomaten kostet mittlerweile 5 Euro. Ebenso sind Kakis mit einem Preis von 5,85 Euro pro Kilo extrem teuer, was Bonnín darauf zurückführt, dass die Saison gerade erst begonnen hat.

Kernlose Trauben kosten nun 6 Euro pro Kilo, während Calanda-Pfirsiche mit 7 Euro pro Kilo veranschlagt werden. In dieser Lage beobachtet Bonnín einen Rückgang des Obstverkaufs und ergänzt, dass „die Leute weniger kaufen“.

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Auch andere Lebensmittel sind teurer geworden; so stieg der Preis für Eier im letzten Jahr um 8,4 %, gefolgt von Rindfleisch mit einem Anstieg von 6,1 %, frischem Gemüse und Hülsenfrüchten mit 5,4 %, Krebstieren, Weichtieren und Fischzubereitungen mit 4,8 % und frischem sowie tiefgefrorenem Fisch mit 4,1 %.

Im Gegensatz dazu sind die einzigen Lebensmittel, bei denen die Preise gesunken sind, Kaffee, Kakao und Kräutertees mit einem Rückgang von 2,3 % sowie Zucker mit einem Minus von 2,5 %. Es ist jedoch anzumerken, dass diese Produkte zuvor starke Preisanstiege verzeichnet hatten, sodass ihr aktueller Preis weiterhin höher liegt als noch vor einigen Jahren.

Der Vorsitzende des Verbraucherverbandes Consubal, Alfonso Rodríguez, warnte vor einer weiteren Preissteigerung, allerdings in moderaterem Ausmaß. Er erwartet insbesondere bei importierten Lebensmitteln Zuwächse, da die steigenden Kraftstoffpreise einen Dominoeffekt haben könnten. Der Benzinpreis hat kürzlich bereits die Zwei-Euro-Marke überschritten, und der Dieselpreis nähert sich ebenfalls diesem Level.

Rodríguez erklärt weiter, dass die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran die Preise in die Höhe treiben werden. Er unterstreicht zudem die Abhängigkeit der Inseln von Transportmitteln, Kraftstoff und Strom – alles Bereiche mit stark gestiegenen Preisen.

Der Verbraucherpreisindex (IPC) zeigt einen massiven Anstieg. Pau A. Monserrat, Mitglied des CES, Professor an der UIB und Ökonom bei Futur Legal, teilt die Einschätzung über weiter steigende Preise angesichts des bedrohlichen Anstiegs des Brent-Ölpreises über 107 Dollar. Dies beeinflusste die spanische Inflation im August bereits auf 4,4 %, und Monserrat hofft auf eine baldige Beilegung der Konflikte, um weiteren wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden. Er warnt vor einer “Zweitrundeninflation”, bei der Anstiege der Energiekosten auch auf Unternehmen durchschlagen und generell zu höheren Preisen führen könnten.

Monserrat gibt an, dass wir es mit einer sehr besorgniserregenden Energieinflation zu tun haben, die deutlich über den von der Europäischen Zentralbank empfohlenen 2 % liegt. Auch Luis García Langa, Marktdirektor bei SDC Analistas, ist überzeugt, dass eine Verteuerung des Öls die Inflation weiter antreiben wird.

Quelle: Agenuren