“Verschärfte” Überwachung des Wohnungsmarktes auf Mallorca

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Die Balearen verschärfen die Überwachung des Wohnungsmarktes, um unerlaubte Vermietungen stärker zu kontrollieren. In den kommenden fünfzehn Monaten möchte die Regierung der Balearen besonders auf drei Arten von Verstößen achten: Wohnungen mit übermäßiger Belegung, unbewohnbare Häuser und Sozialwohnungen, die zu hohen Preisen vermietet werden. Verstöße können zu Geldstrafen von bis zu 90.000 Euro führen. Diese Maßnahme wurde von Wohnungsbauminister Mateo und dem Generaldirektor für Wohnungswesen, José Francisco Reynés, angekündigt.

Während einer Pressekonferenz erläuterte Reynés verschiedene Verstöße. Beispielsweise gibt es auf Mallorca häufig Fälle, bei denen Eigentümer Ess- oder Wohnzimmer in zusätzliche Schlafzimmer umwandeln, um die Räume gesondert zu vermieten. Solche Fälle führen oft zu sogenannten „pisos patera“, in denen mehr Menschen leben als erlaubt. Inspektoren überprüfen dann die tatsächliche Belegung, unabhängig von den gemeldeten Personen an dieser Adresse.

Ein weiteres problematisches Beispiel ist die Vermietung von Abstellräumen als Wohnraum in der Calle Joan Miró in Palma. Zudem wurden Gebäude entdeckt, in denen viele Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Auch werden Laden- und Geschäftsräume als Wohnräume vermietet, was gegen die Vorschriften verstößt. Minister Mateo unterstrich, dass es bei der aktuellen Initiative darum geht, den Wohnraummangel auf den Inseln zu bekämpfen und sicherzustellen, dass jede Wohnung wirklich als Wohnraum genutzt wird.

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Im aktuellen Jahr gab es bereits umfangreiche Kontrollen mit rund 60 Inspektionen wegen Überbelegungen und schlechter Wohnverhältnisse. In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 120 Bußgelder verhängt; allein im ersten Halbjahr 2023 sind es 335 Kontrollen gewesen, vor allem bei Sozialwohnungen. Die Probleme betrafen oft unzureichend belüftete oder beleuchtete Küchen und Schlafzimmer.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf staatlich geförderten Wohnungen, bei denen spezielle Preisobergrenzen gelten. Ab Oktober werden Inspektoren 74 Bauprojekte überprüfen, darunter sowohl noch im Bau befindliche als auch bereits bezogene Gebäude. Dabei richtet sich das Augenmerk besonders darauf, ob Wohnungen unzulässig an Touristen vermietet werden oder andere Regelverstöße vorliegen.

Im kommenden Jahr sollen auch Großgrundbesitzer genauer kontrolliert werden. Ihnen steht zwar manchmal ein Vorkaufsrecht beim Verkauf zu, das jedoch eingehalten werden muss. Bei Immobilienmaklern wird überprüft, ob sie über die nötigen Lizenzen und Versicherungen verfügen, andernfalls drohen Geldstrafen bis zu 30.000 Euro.

Verstöße gegen Wohnstandards ziehen Geldstrafen zwischen 3.001 und 30.000 Euro nach sich, während eine übermäßige Belegung als besonders schwerwiegender Verstoß angesehen wird und Geldstrafen bis 90.000 Euro bedeuten kann.

Der Inspektionsplan läuft bis zum Dezember 2027 und wird von einer Aufklärungskampagne begleitet. Missstände können über die Online-Meldestelle auf der Website der Regierung der Balearen gemeldet werden.

Quelle: Agenturen