Umsatzeinbußen bedrohen Landwirtschaft auf Mallorca

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Die Landwirtschaft auf Mallorca steht vor einer ernsthaften Herausforderung: Trotz intensiver Werbung für regionale Produkte sinkt der Absatz. Der Bauernverband Unió de Pagesos meldet, dass einige landwirtschaftliche Betriebe auf den Balearen Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent verzeichnen.

Dieser dramatische Rückgang trifft die Landwirte in einer Phase, in der der Tourismus auf der Insel eigentlich boomt. Während die Zahl der Urlauber kontinuierlich steigt, profitieren die lokalen Betriebe kaum davon. Besonders frustrierend ist für viele Landwirte der Widerspruch zwischen Versprechen und Realität: Laut Tourismusgesetz sind Hotels verpflichtet, mindestens 3 Prozent ihrer Lebensmittel lokal zu beziehen. Doch die Landwirte bezweifeln, dass diese Vorgabe ernsthaft überprüft oder umgesetzt wird.

Hohe Umsatzeinbußen trotz wachsendem Tourismus
Fehlende Kontrollen bei der Einhaltung von Regionalquoten
Frust über die geringe Nachfrage nach lokalen Produkten

Lesetipp:  Familie von Tennislegende Nadal hat Zuwachs bekommen
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Drastisch reduziert (2,99 Euro statt des regulären Preises)

Die Unió de Pagesos ruft deshalb Behörden und Politik dazu auf, Hotels und die gesamte Tourismusbranche stärker zu kontrollieren und die Einhaltung bestehender Vorgaben durchzusetzen. Nur so könne verhindert werden, dass die heimische Landwirtschaft weiter ins Abseits gerät. Die Situation zeigt, wie eng die Landwirtschaft mit den übrigen Wirtschaftssektoren der Insel verflochten ist—und dass gutes Marketing allein nicht ausreicht, damit regionale Produkte tatsächlich in lokalen Küchen und Hotels ankommen.

Für Mallorcas Landwirte steht viel auf dem Spiel: Es geht nicht nur um wirtschaftliche Existenz, sondern um die Zukunft einer gewachsenen Kulturlandschaft, die das Gesicht der Insel wesentlich mitprägt.

Quelle: Agenturen