Die kommenden Zwischenwahlen in den USA sorgen weltweit für Spannung und könnten einen historischen Wendepunkt markieren. Jüngste Umfragen deuten auf eine deutliche Schwächung der Republikaner und von Präsident Donald Trump hin – mit der Aussicht, dass die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Oberhand gewinnen könnten.
Laut aktuellen Erhebungen von The New York Times und dem Siena-Institut drohen den Republikanern überraschende Verluste sogar in als sicher geltenden Bundesstaaten wie Texas, Kansas oder Alaska. Sollte Texas tatsächlich an die Demokraten fallen, wäre dies das erste Mal seit 1988, und in Kansas sogar seit 1932.
Die Partei des Präsidenten tritt belastet an: Unzufriedenheit mit der Politik, hohe Lebenshaltungskosten, der Krieg im Iran und Trumps wachsende Unbeliebtheit drücken die Umfragewerte. Nur 38 % der Befragten in den besonders umkämpften Staaten bewerten die Arbeit der Republikaner noch positiv – ein bemerkenswert niedriger Wert, zumal Trump dort 2024 noch deutliche Mehrheiten errang.
Das Prognosemodell von Decision Desk HQ sieht die Demokraten mit einer 84-prozentigen Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zur Mehrheit im Repräsentantenhaus und einer 64-prozentigen Chance, auch den Senat zu übernehmen. Dennoch warnen Analysten vor zu großer Euphorie, da republikanische Wähler in Umfragen regelmäßig unterschätzt werden. Am Dienstag (03.11.2026) stehen insgesamt 35 Senatssitze, 435 Abgeordnetenmandate sowie zahlreiche Gouverneursposten und lokale Ämter zur Wahl. Besonders auffällig: Schon jetzt haben mehr als 54,8 Millionen Amerikaner frühzeitig abgestimmt – ein neuer Rekord.
Ob es tatsächlich zu einer „blauen Welle“ zugunsten der Demokraten kommt, entscheidet sich endgültig erst nach Schließung der Wahllokale. Die Spannung bleibt bis zur letzten Stimme.
Quelle: Agenturen




