Amazon Leo als Konkurrenz zu Starlink?

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Amazon baut seinen Satellitendienst Amazon Leo, vormals bekannt als Project Kuiper, schnell aus und zielt darauf ab, insbesondere den ländlichen Raum Spaniens mit schnellem Internet zu versorgen. Mit fast vierhundert Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn will Amazon eine Alternative zu Starlink bieten, das in abgelegenen Gebieten Spaniens bereits viel genutzt wird.

Während Starlink mit Tausenden von Satelliten und einem operativen Dienst seit 2022 einen Vorsprung hat, setzt Amazon Leo auf eine andere Strategie. Der Fokus liegt nicht auf Großstädten, die meist gut mit Glasfaser versorgt sind, sondern auf abgelegenen Dörfern, Zweitwohnsitzen und landwirtschaftlichen Betrieben, wo feste Internetleitungen oft nicht rentabel sind. Amazon plant, Tausende weitere Satelliten zu starten und integriert die Konnektivität eng mit seinen Cloud-Diensten, was besonders für Unternehmen und Behörden attraktiv sein könnte.

In Spanien wurde kürzlich eine Bodenstation in Santander eröffnet, die für die Steuerung der Satelliten über der Iberischen Halbinsel zuständig ist und damit einen wichtigen Teil der Infrastruktur darstellt. Zudem baut Amazon eine Fabrik zur Beschleunigung der Satellitenproduktion und setzt auf die Vulcan-Rakete für häufigere Starts, was die Verfügbarkeit des Dienstes schneller vorantreiben dürfte.

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Für viele Bewohner des spanischen Landesinneren, die mit langsamen Internetverbindungen kämpfen, könnte das mehr Wettbewerb bedeuten. Niedrigere Preise und bessere Verbindungen sind vor allem für Besitzer von Ferienhäusern in abgelegenen Regionen ein großer Vorteil. Die spanische Regierung unterstützt diese Entwicklung durch Investitionen in digitale Infrastruktur und plant zudem, die Mindestgeschwindigkeit auf 100 Mbit/s zu erhöhen sowie 5G in dünn besiedelten Gebieten einzuführen.

Insgesamt steht Amazon Leo als vielversprechende Ergänzung zu bestehenden Internetangeboten im ländlichen Spanien, die dazu beitragen kann, die digitale Kluft zu verringern und die Lebensqualität in entlegenen Regionen zu verbessern. Bis der Dienst jedoch kommerziell verfügbar ist, wird es voraussichtlich noch bis 2026 oder 2027 dauern.

Quelle: Agenturen