Sa Pobla und Can Picafort kommen ihrem Ziel, an das Hochdruck-Trinkwassernetz Mallorcas angebunden zu werden, ein Stück näher. Die Regionalregierung hat die Ausarbeitung zweier Projekte ausgeschrieben, die die notwendigen Infrastrukturen für die Wasserzufuhr zu beiden Gemeinden definieren sollen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Grundwasserreserven langfristig zu verringern.
Die Agència Balear de l’Aigua i de la Qualitat Ambiental (ABAQUA) hat hierfür Aufträge im Wert von etwa 600.000 Euro, inklusive Steuern, ausgeschrieben. Die Projekte sind in zwei separate Bereiche unterteilt, je einer pro Gemeinde, und jede Planung soll innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein.
Für Sa Pobla werden die Planungen auf eine tägliche Wasserversorgung von bis zu 5.000 Kubikmetern abzielen. Vorgesehen ist der Bau eines Ausgleichsbeckens mit einer Kapazität von 6.000 Kubikmetern am Rand der Gemeinde, welches auch Alcúdia versorgen könnte. Außerdem sind der Bau einer Pumpstation sowie etwa 3,2 Kilometer neuer Leitungen geplant.
In Can Picafort soll die Maßnahme eine größere Versorgungskapazität bieten, um den Bedarf der Stadtverwaltung Santa Margalida an bis zu 10.000 Kubikmetern pro Tag zu decken. Geplant sind hier eine neue Pumpstation in der Nähe des bestehenden Son Sant Joan-Reservoirs sowie rund 6,4 Kilometer neue Rohrleitungen und ein Ausgleichsbecken mit 8.000 Kubikmetern Kapazität nahe dem Ortskern.
Insgesamt erfordern beide Vorhaben fast zehn Kilometer neue Leitungen sowie Speicherbecken und Pumpanlagen, um die Anbindung an das Netzwerk von ABAQUA zu realisieren.
Das Projekt korrespondiert zudem mit dem geplanten Ausbau der Entsalzungsanlage in Alcúdia, deren Vergabephase derzeit läuft. Die Regionalregierung verfolgt das Ziel, dass entsalztes Wasser zukünftig einen Teil der aktuellen Grundwasserentnahmen ersetzt, wodurch der Druck auf die Grundwasserleiter verringert und die Qualität der Wasserversorgung verbessert werden kann.
Interessierte Unternehmen können ihre Angebote bis zum 19. Oktober einreichen. Nach Vergabe des Vertrags steht ihnen eine Frist von sechs Monaten zur Verfügung, um die Planungen abzuschließen.
Quelle: Agenturen




