Im Rahmen einer Sitzung des Sozialdialogausschusses präsentierte Marga Prohens umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität auf den Balearen. Die Regionalregierung reagiert damit auf die steigende Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr und die aktuellen Herausforderungen der Wohnungskrise, indem sie erhebliche Investitionen sowie innovative Konzepte für Anwohner einführt.
Ein zentrales Element der angekündigten Verbesserungen ist die Bereitstellung von zusätzlichen 150 Millionen Euro für das TIB-Busnetz. Dadurch konnten 27 neue Busse angeschafft werden, was eine Angebotssteigerung von 50 % ermöglicht.
Besonders die am stärksten ausgelasteten Linien profitieren von einer höheren Taktfrequenz: So wurde auf der Linie 204 zwischen Port de Sóller und Palma die Busanzahl von vier auf fünf erhöht, was die Wartezeiten von 30 auf 24 Minuten verkürzt. Auch auf der Linie 104 zwischen Magaluf und Palma wurde die Zahl der Busse von acht auf zehn erhöht und die Taktzeit von 15 auf 12 Minuten reduziert. Zusätzlich verstärken Gelenkbusse mit größerer Kapazität die Verbindungen nach Alcúdia, Can Picafort und Cala Millor.
Ein innovatives Pilotprojekt zur Vorabreservierung auf der Linie Port de Sóller – Valldemossa – Palma soll den Anwohnern während der Hochsaison bevorzugten Zugang zu den stark ausgelasteten Bussen sichern. Diese Maßnahme kann, abhängig von ihren Ergebnissen, auf weitere Strecken ausgeweitet werden. Parallel dazu werden Eisenbahnprojekte in Llucmajor und Alcúdia vorangetrieben sowie der U-Bahn-Ausbau bis Son Espases geplant.
Darüber hinaus arbeiten Regierung, Stadtverwaltung von Calvià und Wirtschaftsverbände an nachhaltigen Mobilitätslösungen, darunter Shuttlebusse für Pendler, die perspektivisch auf weitere Industrie- und Wirtschaftsstandorte ausgeweitet werden sollen. Ein künftiges Gesetz zur nachhaltigen Pendlermobilität soll den besonderen Anforderungen des Archipels gerecht werden und die Mobilität langfristig verbessern.
Mit diesen Maßnahmen setzt die Regionalregierung ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige, bürgernahe Verkehrspolitik, die den Bedürfnissen der Anwohner gerecht wird und den öffentlichen Nahverkehr attraktiver gestaltet.
Quelle: Agenturen



