Maßnahmen zur Bewältigung der Wohnungskrise auf Mallorca

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Die Regionalregierung der Balearen zeigt sich entschlossen, die akute Wohnungskrise mit innovativen und gezielten Maßnahmen anzugehen. Dazu gehört die Überlegung, einen Teil der Ökosteuer, ursprünglich für nachhaltigen Tourismus vorgesehen, einmalig für den Wohnungsbau bereitzustellen.

Die Präsidentin der Regionalregierung, Marga Prohens, betonte dabei, dass es sich um eine außerordentliche, nicht aber um eine dauerhafte Änderung des Verwendungszwecks dieser Steuer handelt.

In einer Sitzung des Rates für den sozialen Dialog, die sechs Monate nach dem letzten Treffen stattfand, wurde diese Maßnahme als mögliche Antwort auf die Wohnungsnot diskutiert.

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Gewerkschaften hatten gefordert, Mittel aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus (ITS) in die Wohnungspolitik zu integrieren. Die Regierung zeigt sich offen für diese Idee, weist aber darauf hin, dass künftige Ausschreibungen und eine Gesetzesänderung erforderlich sind.

Prohens hob hervor, dass die Schwere der Wohnungskrise „außerordentliche Anstrengungen“ erfordere. Die Regierung wolle alle verfügbaren Instrumente nutzen, um bezahlbaren Wohnraum für die bestehenden Einwohner und Arbeitnehmer auf den Inseln zu schaffen. Dabei gehe es nicht darum, mehr Wohnungen für neue Einwohner zu bauen, sondern den Bedürfnissen der Balearen-Bewohner gerecht zu werden. Die bisherigen Maßnahmen umfassen Steuersenkungen, strategische Wohnbauprojekte, die Mobilisierung von Bauland sowie Anreize für die Nutzung leerstehender Wohnungen und den Bau neuer sozialer Wohnsiedlungen.

Darüber hinaus wurden im Rahmen des Pakts für Nachhaltigkeit sechs Schwerpunktbereiche definiert, die unter anderem die Regulierung des Tourismusangebots, wirtschaftliche Diversifizierung, ökologische Nachhaltigkeit, Arbeitsbedingungen, Mobilität und sozialen Dialog umfassen. Konkrete Maßnahmen wie das Verbot neuer Ferienwohnungen in Mehrfamilienhäusern, die Reduzierung der Kreuzfahrtpassagiere in der Hochsaison und die Einführung von Fahrzeugobergrenzen auf den Inseln unterstreichen den ganzheitlichen Ansatz der Regionalregierung.

Diese umfassenden Initiativen zeigen den Willen, die Balearen nachhaltig und sozial gerecht zu entwickeln, indem drängende Probleme wie die Wohnungskrise entschlossen angegangen und gleichzeitig ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen berücksichtigt werden.

Quelle: Agenturen