Die australische Post, Australia Post, hat die Schutzmaßnahmen für ihre Briefträger durch Citronella-Sprays als letztes Mittel gegen aggressive Hunde verstärkt, nachdem eine Rekordzahl an Angriffen verzeichnet wurde: durchschnittlich neun Vorfälle pro Tag und mehr als 1.200 gemeldete Vorfälle im ganzen Land in den letzten sechs Monaten.
Das Postunternehmen teilte am Dienstag (16.06.2026) in einer Erklärung mit, dass 47 Zusteller jede Woche mit aggressiven oder unkontrollierten Hunden konfrontiert sind – eine Zahl, die einen Anstieg von 5 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres darstellt. Auf den Bundesstaat New South Wales im Osten des Landes entfallen mehr als ein Drittel der gemeldeten Vorfälle.
Angesichts dieser Situation hat das Unternehmen damit begonnen, seine Mitarbeiter mit einem Citronella-Spray auszustatten, das als letztes Mittel zur Abwehr von Angriffen dient. Das Produkt ist ungiftig und auf Wasserbasis hergestellt und soll das Tier vorübergehend ablenken und es dem Postboten ermöglichen, sich sicher zu entfernen. Nach Angaben des Unternehmens hat sich das System in 95 % der Fälle, in denen es im letzten Halbjahr eingesetzt wurde, als wirksam erwiesen.
Wie das Unternehmen erklärte und wie die vom Unternehmen veröffentlichten Bilder zeigen, ereignen sich die meisten Vorfälle, wenn die Hunde während der Zustellung nicht ordnungsgemäß angeleint sind, und etwa zwei Drittel davon finden auf öffentlichen Straßen statt, nachdem die Tiere von ihrem Grundstück entlaufen sind oder frei umherstreifen, während mehr als ein Drittel in den Wohnungen der Kunden stattfindet.
Die Angriffe haben zu Verletzungen wie Bissen, Kratzern, Wunden und Stürzen von den Lieferfahrzeugen geführt, von denen einige eine medizinische Versorgung im Krankenhaus erforderten.
Der Sicherheitsleiter von Australia Post, Russell Munro, wies in dem Text darauf hin, dass der Anstieg der Online-Einkäufe zu einer Zunahme der Hauszustellungen und damit auch der Interaktionen zwischen Zustellern und Haustieren geführt habe. Das Unternehmen forderte die Tierhalter auf, ihre Hunde während der Wartezeit auf eine Lieferung im Haus zu halten oder anzuleinen, und wies darauf hin, dass die Zustellung in Häusern oder Straßen, in denen eine Gefahr für die Mitarbeiter besteht, vorübergehend ausgesetzt werden kann. Außerdem erklärte es, dass alle Vorfälle den lokalen Behörden gemeldet werden, um deren Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zu unterstützen.
Quelle: Agenturen





