Auf Mallorca wird eine innovative und zugleich traditionelle Methode zur Brandprävention erfolgreich angewandt: die natürliche Vegetationskontrolle durch Weidehaltung mit mallorquinischen Eseln. Diese vierbeinigen Helfer tragen maßgeblich dazu bei, die Ansammlung brennbarer Pflanzen zu reduzieren und somit Waldbrände nachhaltig vorzubeugen.
Eine Studie des Instituts für Forschung und Ausbildung im Bereich Landwirtschaft, Ernährung und Fischerei der Balearen (IRFAP) bestätigte, dass die Beweidung mit mallorquinischen Eseln die Biomasse der häufig brennbaren Pflanze „Càrritx“ um mehr als die Hälfte reduziert. Dieses Gras ist besonders anfällig für Feuer und spielt eine bedeutende Rolle bei der Ausbreitung von Waldbränden auf den Balearen. Das Projekt, initiiert 2015, zeigte, dass durch den Einsatz dieser Tiere nicht nur mechanische Eingriffe minimiert, sondern auch ökologisch sensible Lebensräume geschont werden können.
Die Methode wird bereits in mehreren Gemeinden wie Capdepera, Santa Eugènia und Sóller erfolgreich umgesetzt. Dort unterstützen die Esel zum Beispiel die natürliche Säuberung von Wildbächen, indem sie die Vegetation fressen und so die Pflege erleichtern. Die reduzierte Nutzung von Maschinen senkt dabei die Umweltbelastung erheblich. Die Initiative unterstreicht zudem den Wert einheimischer Tierarten und fördert den Erhalt der vom Rückgang der Landwirtschaft bedrohten mallorquinischen Eselrasse.
Diese Praxis zeigt eindrucksvoll, wie angewandte Forschung und traditionelle Landwirtschaft Hand in Hand gehen können, um nachhaltige Lösungen für ökologische Herausforderungen zu bieten. Die Kombination aus wissenschaftlicher Validierung und lokaler Umsetzung macht die Weidehaltung mit Eseln zu einem vorbildlichen Instrument für den mediterranen Raum, das nicht nur zur Brandverhütung beiträgt, sondern auch die Biodiversität und Landschaftspflege unterstützt.
Quelle: Agenturen





