Wiedereinführung der IVA auf Ferienwohnungen auf Mallorca

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Mit den jüngsten Beschlüssen des Ministerrats erhält die Wohnraumpolitik auf den Balearen eine neue Richtung. Im Mittelpunkt stehen die Wiedereinführung der 10 % Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen sowie klare Regelungen zur Mietpreisbremse und zu Vertragsverlängerungen – Maßnahmen, die den angespannten Wohnungsmarkt der Inseln direkt beeinflussen.

Die Mehrwertsteuer betrifft rund 26.143 Ferienwohnungen und gilt ab dem 1. Dezember 2026 für möblierte Unterkünfte, sofern der Aufenthalt 30 Tage nicht überschreitet oder typische Hoteldienstleistungen wie Reinigung und Verpflegung angeboten werden. Damit möchte die Regierung kurzfristige Vermietungen stärker regulieren und Einnahmen sichern, die zuvor durch eine Gesetzeslücke entfallen waren.

Einen ebenso gewichtigen Schritt stellt die Begrenzung der Mietanpassungen bis Ende 2027 dar. Liegt die Miete bereits über dem staatlichen Referenzwert, sind Erhöhungen untersagt; alle anderen Mietanpassungen sind auf 2 % limitiert, es sei denn, Vermieter und Mieter einigen sich anders. Mietverträge, die bis Ende 2028 auslaufen, können zudem unter gewissen Umständen um zwei Jahre zu den bisherigen Konditionen verlängert werden. Laut Ministerium könnten so etwa 27.200 Familien von stabilen Mieten profitieren – ein bedeutender Faktor angesichts steigender Lebenshaltungskosten.

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Auch beim Erwerb von Wohneigentum wird unterstützt: Zinslose Darlehen bis zu 50.000 Euro sollen insbesondere Erstkäufern den Einstieg erleichtern. Insgesamt stehen dafür zehn Milliarden Euro bereit, um den Zugang zu Wohneigentum breiter Bevölkerungsschichten zu fördern.

Trotz der positiven Absichten stoßen die Dekrete auf Kritik der Regionalregierung, die einen Verstoß gegen die Zuständigkeiten der Balearen prüft. Die Debatte unterstreicht, wie zentral und kontrovers die Wohnraumpolitik für die soziale Stabilität der Inseln geworden ist – und dass nachhaltige Lösungen weiterhin gesucht werden.

Quelle: Agenturen