Exceltur fordert gezielte Maßnahmen für Spaniens Tourismusbranche

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Der spanische Tourismusverband Exceltur, dem rund dreißig führende Unternehmen angehören, hat die neue Regierung eindringlich aufgefordert, den Sektor stärker zu unterstützen und Flughafengebühren einzufrieren. Nach den aktuellen Wahlen soll ein staatlicher Tourismuspakt geschlossen werden, um die Branche stabil durch ein sich abzeichnend langsameres Wachstum zu führen.

Die Prognosen von Exceltur zeigen, dass das Wachstum des Tourismussektors zum Jahresende bei 2,8 % liegen wird, nach 4,1 % im Sommer. Als Hauptgrund nennt der Verband das sinkende verfügbare Einkommen der Familien. Gleichzeitig wird vor einem Anstieg der Betriebskosten um etwa 7 % gewarnt, die insbesondere bei Flugreisen spürbar werden könnten.

Politische Priorität: Exceltur fordert, dem Tourismus höchste politische Aufmerksamkeit und ein klares Budget zu widmen sowie Investitionen in die Verkehrs- und Hafeninfrastruktur zu verstärken.
Entlastung bei Kosten: Kurzfristige Hilfen im Zuge steigender Treibstoffpreise sowie temporäre Flexibilität bei Umweltauflagen werden als dringend notwendig erachtet.
Regulatorische Maßnahmen: Die Ferienvermietung soll stärker kontrolliert werden, wobei die jüngste Rücknahme des zentralen Registers die Lage etwas entspannt hat.

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Trotz globaler Unsicherheiten und Problemen in den Lieferketten bleibt die Wahrnehmung Spaniens als sicheres und attraktives Reiseziel ein entscheidender Motor für den Erfolg der Branche. Besonders die Nachfrage aus dem Ausland und steigende Ausgaben internationaler Gäste haben zur positiven Entwicklung beigetragen. Regionen wie Kantabrien, das Baskenland und Galicien verzeichneten dabei besonders starke Zuwächse.

Für das Gesamtjahr rechnet Exceltur mit einem Beitrag des Tourismussektors von nahezu 13 % zum Bruttoinlandsprodukt – ein Wert, der die Bedeutung des Sektors für die spanische Wirtschaft eindrucksvoll unterstreicht. Dennoch bleibt Handlungsbedarf, etwa bei der Bekämpfung der steigenden Fehlzeiten am Arbeitsplatz und der Umsetzung nachhaltiger Transformationsprojekte.

Spaniens Tourismus blickt in eine Zukunft voller Herausforderungen und Chancen, in der politische Weichenstellungen und gezielte Investitionen maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden werden.

Quelle: Agenturen