Dritte Hitzewelle seit Mai trifft Spanien?

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Ab Donnerstag (02.07.2026) erwartet Spanien die dritte Hitzewelle seit Mai, allerdings mit einer entscheidenden Ausnahme: Die Nordküste des Landes bleibt diesmal weitgehend verschont. Während die Temperaturen im Südwesten des Landes deutlich steigen, bleibt die Küste am Atlantik und Kantabrien von extremer Hitze verschont.

Grund für die kommende Hitze ist ein sich über dem Atlantik westlich von Galicien aufbauendes starkes Hochdruckgebiet. Dieses Hochdruckgebiet breitet sich als so genannter dorsal anticiclónica – ein antizyklonaler Hochdruckrücken – über das spanische Festland aus und sorgt für stabil sonniges Wetter und steigende Temperaturen. Besonders betroffen sind das zentrale und südwestliche Spanien, mit Spitzenwerten von bis zu 42 oder 43 Grad in den Tälern von Tajo, Guadiana und Guadalquivir. Am heißesten wird es voraussichtlich am Sonntag, unter anderem in Regionen wie Extremadura, Madrid und dem Ebro-Tal.

Anders als bei der vorherigen Hitzewelle bleibt die Nordküste diesmal vom Extremhitze-Phänomen verschont. Während dort die Temperaturen im Landesinneren von Galicien und im Baskenland knapp über 35 Grad steigen, werden die Rekordwerte von über 40 Grad, die zuvor etwa Bilbao erreichten, nicht erwartet. Die Hitze konzentriert sich somit auf die südliche Landeshälfte.

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Obwohl die Temperaturen erneut sehr hoch sein werden, sprechen Meteorologen bislang nicht von einer vollwertigen Hitzewelle (ola de calor). Eine solche setzt eine bestimmte geografische Ausdehnung voraus, die diesmal nicht erreicht wird. Die Warnungen gelten vornehmlich für den Südwesten Spaniens. Die letzte Hitzewelle hatte in nur wenigen Tagen hunderte Todesopfer gefordert, vor allem unter älteren und vorerkrankten Menschen, weshalb eine genaue Unterscheidung wichtig ist.

Die Entstehung dieser Hitzekuppel (domo de calor) beruht auf der besonderen Stabilität des Hochdruckrückens, der die Luftmassen komprimiert und stark erhitzt, während ein Luftaustausch kaum stattfindet. Dieses meteorologische Phänomen wurde in den USA um 2021 erstmals so benannt und erklärt, warum Hitze oft tagelang an einem Ort verweilt, ohne sich zu verflüchtigen.

Zusammengefasst trifft Spanien erneut eine markante Hitzeperiode, deren Ausprägung und regionale Verteilung jedoch anders als zuvor verläuft. Die Nordküste bleibt verschont, während der Südwesten sich auf hohe Temperaturen einstellen muss. Diese Unterscheidung ist nicht nur meteorologisch relevant, sondern auch für die öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung.

Quelle: Agenturen