Ende der Hitzeschutzmaßnahmen für Pferdekutschen auf Mallorca

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Der Verband der Kutscher von Palma hat die Aufhebung des Verbots, Kutschen bei Hitzewarnungen einzusetzen, begrüßt. Diese Entscheidung wird als Chance gesehen, den Wandel hin zu umweltfreundlicheren, elektrisch betriebenen Kutschen zu beschleunigen und die Zukunft der Branche nachhaltig zu gestalten.

Venancio Vargas, Sprecher des Verbands, kritisierte das ursprüngliche Gesetz, da es unzureichend ausgearbeitet und ohne die nötigen Gutachten eingeführt wurde. Besonders problematisch war die Ausweitung der Regelung auf die gesamte Insel Mallorca, wodurch Kutscher nicht nur in Palma, sondern auch an anderen Orten wie Sant Elm oder Sa Ràpita ihre Arbeit einstellen mussten. Trotz Vorschlägen zur Beschränkung auf Palma wurde das Dekret in Eile verabschiedet, was den Dienst erheblich beeinträchtigte und zu einem Verlust von sieben Arbeitstagen führte.

Mit der Aufhebung des Verbots dürfen die Kutscher nun auch bei gelben Hitzewarnungen wieder fahren, sofern die Bedingungen wie ausreichende Hydration der Pferde und verfügbare Wasserstellen eingehalten werden. Die Stadtverwaltung hat hierfür gemeinsam mit EMAYA und der Abteilung für Tierschutz Haltestellen mit Wasserversorgung eingerichtet. Strengere Maßnahmen greifen weiterhin erst bei oranger Warnstufe.

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Vargas betonte das verantwortungsvolle Verhalten der Fahrer, die oft Schattenwege wählen und vorsichtig agieren, um das Wohl der Pferde zu gewährleisten. Gleichzeitig bekräftigte er das Engagement der Branche für die Elektrifizierung der Kutschenflotte. Trotz bürokratischer Hürden wird erwartet, dass bereits im nächsten Jahr mindestens die Hälfte der Flotte elektrisch betrieben sein könnte, was einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität auf der Insel darstellt.

Diese Entwicklung zeigt, wie traditionelle Branchen sich an moderne Anforderungen anpassen und gleichzeitig Tierschutz sowie Umweltschutz in den Mittelpunkt stellen können. Der Weg zur Elektromobilität in Palma ist damit eröffnet und könnte als Vorbild für andere Regionen dienen.

Quelle: Agenturen