Ende der Wohnmobil-Willkür auf Mallorca

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Ab dem 1. Oktober 2026 tritt in Spanien ein bedeutendes neues Gesetz in Kraft, das das Parken von Wohnmobilen in städtischen Gebieten neu regelt. Mit dem Real Decreto 518/2026 wird die bisherige Praxis der gesonderten Verbotsschilder für Wohnmobile abgeschafft. Dies bedeutet, dass Wohnmobilfahrer künftig dort parken dürfen, wo auch normale Pkw stehen, was für mehr Rechtssicherheit und weniger Willkür sorgt.

Bisher stellten viele Gemeinden in Spanien spezielle Schilder mit dem Hinweis „Wohnmobile verboten“ auf – oft ohne klare Begründung. Das neue Gesetz erkennt diese Praxis als Diskriminierung an und verbietet sie. Wohnmobile werden damit rechtlich vollständig als normale Fahrzeuge gleichgestellt. Allerdings gelten dabei einige wichtige Bedingungen: Das Fahrzeug darf nicht über seinen Umriss hinausragen, es muss ausschließlich auf den Reifen stehen, und es dürfen keine Flüssigkeiten aus dem Wohnbereich auf die Straße gelangen.

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Ein zentraler Unterschied bleibt zwischen Parken (aparcar) und Campen (acampar). Während das Abstellen eines Wohnmobils erlaubt ist, ist das Aufstellen von Stühlen, Tischen oder das Ausfahren der Markise auf öffentlichen Straßen weiterhin verboten, da dies als Campen gilt. Gemeinden dürfen zwar keine Regeln erlassen, die nur Wohnmobile betreffen, können aber allgemeine Einschränkungen für alle Fahrzeuge durchsetzen, wie etwa eine maximale Parkdauer oder Verbote für große Fahrzeuge.

Besondere Vorschriften gelten weiterhin für Naturschutzgebiete und Küstenregionen, wo das Übernachten im Wohnmobil streng geregelt ist. Das neue Gesetz sorgt insgesamt für mehr Klarheit und Fairness beim Parken von Wohnmobilen in Spanien und erleichtert so das urbane Reisen mit dem Wohnmobil erheblich.

Quelle: Agenturen