Ende des Overtourism an Caló des Moro?

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Die „Caló des Moro“ im Südosten Mallorcas zählt zu den begehrtesten Fotospots auf Instagram und zieht jährlich fast eine Million Besucher an. Doch der enorme Andrang hat die kleine Bucht an ihre Belastungsgrenzen gebracht – mit ernsthaften Folgen für Natur und Eigentum. Nun planen die Eigentümer erste Maßnahmen, um dem Massentourismus Einhalt zu gebieten.

In der Hochsaison drängen sich bis zu 5.000 Menschen täglich auf dem gerade einmal 70 Meter langen Sandstrand. Lange Wartezeiten von bis zu zwei Stunden sind keine Seltenheit, da viele nur das perfekte Selfie suchen. Doch der massive Besucheransturm führt zu Schäden an den umliegenden Höhlensystemen und zur Verschmutzung des Geländes. Die Natur zeigt deutliche Spuren der Belastung.

Die Familie Oehm, Eigentümer des angrenzenden Grundstücks, hat einen Antrag bei den Behörden gestellt, um Schutzzäune und eine kontrollierte Zutrittsregelung einzuführen. Ziel ist es, Besucher auf den öffentlichen, aber schwierigeren Weg zu lenken, um den Andrang zu verringern. Eine vollständige Sperrung der Bucht ist rechtlich nicht möglich, da der Küstenstreifen öffentliches Gut ist. Eintrittsgelder oder Reservierungspflichten sind aktuell ebenfalls nicht geplant.

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Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen des Overtourism auf Mallorca: Trotz bereits getroffener Maßnahmen wie dem Bau eines großen Parkplatzes hat sich die Lage weiter verschärft. Die Zuständigkeiten zwischen Gemeinde, Inselrat und Zentralregierung erschweren schnelle Lösungen. Der Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig es ist, sensible Naturräume zu schützen und nachhaltigen Tourismus zu fördern.

Ob die geplanten Maßnahmen erfolgreich sind, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass der Schutz der Caló des Moro nicht nur im Interesse der Eigentümer, sondern aller Besucher und der Umwelt liegt. Ein verantwortungsvoller Umgang mit beliebten Reisezielen wird zunehmend zur Notwendigkeit in Zeiten steigender Touristenzahlen.

Quelle: Agenturen