Fast vier Jahre nach Beginn eines Zuchtprojekts sind rund um die Balearen wieder Seepferdchen anzutreffen. Seit 2022 wurden insgesamt 1.517 Tiere in ausgewiesenen Meeresgebieten des Archipels freigelassen. Die Kooperation im Rahmen des Projekts wird nun um mindestens zwei Jahre verlängert.
Das Projekt „Cavallets de mar Baleares“ ist eine Initiative der Fundación Palma Aquarium und der Banca March. Die beiden im Mittelmeer beheimateten Seepferdchenarten, Hippocampus hippocampus und Hippocampus guttulatus, haben in den letzten Jahrzehnten starke Bestandsverluste erlitten, die auf 25 bis 30 Prozent geschätzt werden.
Zucht, Freilassung und Schutz sind die Hauptziele. Seepferdchen werden im Palma Aquarium geboren und wachsen dort auf, bevor sie in geschützte Meeresgebiete, sogenannte „Lugares de Interés Comunitario“, freigelassen werden. Diese Gebiete genießen aufgrund ihres wertvollen Naturbestands besonderen Schutz. Ein Freilassungspunkt ist das Naturschutzgebiet Sa Dragonera vor der Küste Mallorcas.
Das Projekt richtet sich auch auf Forschung und Aufklärung, weshalb Grundschüler auf den Balearen ein spezielles Bilderbuch über Seepferdchen erhielten. Bereits über 660 Exemplare wurden verteilt. Die Maßnahmen zur Sensibilisierung haben mittlerweile mehr als 3,4 Millionen Menschen erreicht.
Ein spezialisiertes Veterinär-Team und neue Biosicherheitsprotokolle unterstützen den Zuchtprozess und tragen zur Verbesserung des Wohlbefindens der Tiere bei.
Die Finanzierung erfolgt durch den Mediterranean Fund, einen nachhaltigen Investmentfonds von March A.M., dem Vermögensverwalter der Banca March. Der Fonds investiert in die Meereswirtschaft und den Wassersektor und widmet 10 Prozent seiner Verwaltungsgebühr dem Erhalt der marinen Biodiversität.
Dank der verlängerten Zusammenarbeit können die Banca March und die Fundación Palma Aquarium in den kommenden zwei Jahren weiter an ihrer Forschung und den damit verbundenen Bildungsprojekten arbeiten, mit dem Ziel, die Seepferdchenbestände zu rehabilitieren.
Quelle: Agenturen




