Das Wohnen auf Mallorca stand schon immer für mediterranes Flair und Lebensqualität – doch erschwinglich ist es längst nicht mehr. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Mieten auf der beliebten Baleareninsel nahezu verdoppelt, wie aktuelle Daten des balearischen Wohnungsobservatoriums belegen.
Im Jahr 2020 lag die durchschnittliche Monatsmiete noch bei etwa 730 Euro. Heute zahlen Mieter für einen neuen Vertrag im Schnitt bereits über 1.400 Euro monatlich. Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Palma, wo die Durchschnittsmiete im Jahr 2025 schon bei rund 1.580 Euro liegt. In gefragten Gemeinden wie Pollença oder Santanyí werden sogar Summen um die 2.000 Euro fällig – Preise, die für viele Einheimische kaum noch tragbar sind.
Diese Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die angespannte Wohnsituation auf Mallorca. Sie sind nicht nur Ausdruck einer wachsenden Nachfrage durch internationale Zuzügler und Investoren, sondern stehen auch im Zusammenhang mit politischen Maßnahmen. Erst heute stimmt der spanische Kongress über neue Wohnungsdekrete ab, die die Lage auf dem Immobilienmarkt nachhaltig beeinflussen könnten.
Für viele Bewohner Mallorcas wird das Suchen und Finden einer bezahlbaren Wohnung zunehmend zur Herausforderung. Gleichzeitig führt die Entwicklung zu Diskussionen über die Zukunft der Insel: Wie kann Mallorca seinen Charakter bewahren und dennoch lebenswert für alle bleiben? Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie sich das Gleichgewicht zwischen Lebensqualität, Tourismus und sozialer Gerechtigkeit auf der Sonneninsel gestaltet.
Quelle: Agenturen





