Faschistischer Gruß? Christusstatue auf Mallorca

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Auf der spanischen Insel Mallorca sorgt eine Christusstatue aus dem Jahr 1934 derzeit für hitzige Diskussionen. Das zentrale Thema: Ist die Geste der Figur — der erhobene rechte Arm — als christlicher Segensgestus oder als faschistischer Gruß zu deuten?

Die Statue, die auf einem Hügel bei Felanitx thront, steht im Mittelpunkt eines politischen und gesellschaftlichen Streits. Die von Sozialisten geführte Zentralregierung in Madrid prüft bereits einen Abriss des Denkmals — als ersten Schritt könnte es in ein Verzeichnis anstößiger historischer Objekte aufgenommen werden. Befürworter dieses Ansatzes argumentieren, dass nach dem Tod des ursprünglichen Stifters 1933 die Pläne der Statue geändert und Elemente der damaligen falangistischen Bewegung einflossen. Ursprünglich gewesen sei ein neutraler Entwurf mit ausgebreiteten Armen, dann aber hätte sich die symbolträchtige Handhaltung durchgesetzt.

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Gegner des Abrisses — von der balearischen Regionalregierung bis zum Bistum Mallorca und der Gemeinde Felanitx — verteidigen die Statue als unpolitisches Kulturgut. Sie verweisen darauf, dass die Statue vor dem spanischen Bürgerkrieg und der Franco-Diktatur errichtet wurde und bis vor kurzem nie Kontroversen ausgelöst habe. Plötzlich aber entzündet sich Streit an einer historischen Geste.

Die Diskussion berührt nicht nur Fragen der historischen Interpretation, sondern auch die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur. Ob Segen oder Faschistengruß — am Ende zeigt die Debatte, wie wachsam Gesellschaften gegenüber der Bedeutung von Symbolen bleiben sollten.

Quelle: Agenturen