„Freiheit ist keine dauerhafte Errungenschaft“

Lesedauer des Artikels: ca. 4 Minuten -

Ministerpräsident Pedro Sánchez hat das 50-jährige Gedenken an den Tod von Diktator Francisco Franco in Madrid genutzt, um die Bedeutung von Demokratie und Freiheit zu betonen. Er warnte vor der Gefahr des Wiederauflebens autoritärer Tendenzen und kritisierte diejenigen, die den „Franquismus“ vergessen machen wollen.

Sánchez betonte, dass die Freiheit nie als selbstverständlich angesehen werden kann und dass der Kampf um sie nie ganz vorbei ist. Er warnte davor, dass die Freiheit wieder verloren gehen kann, wenn man nicht wachsam bleibt. „Diejenigen, die die Tugenden des Autoritarismus preisen, wollen, dass wir diese Dinge vergessen “, sagte er, ohne bestimmte politische Parteien zu nennen, sondern indirekt auf konservative Bewegungen zu verweisen.

In seiner Rede verwies er auf den repressiven Charakter des franquistischen Regimes. Im Jahr 1970 wurde Spanien noch von einer autokratischen Minderheit regiert, die ihre Macht mit Angst und Zwang ausübte. Laut Sánchez war das Land damals “arm, isoliert und unterdrückt“, mit wenig persönlicher und sozialer Freiheit.

Lesetipp:  Hamas startet Raketenangriff auf Tel Aviv
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Mallorca-Krimis von Jan van Renesse

Er betonte auch, dass die jungen Menschen von heute die Bedeutung der Demokratie verstehen müssten. Er warnte davor, dass der Faschismus, den Europa einst hinter sich gelassen zu haben glaubte, als politische Kraft wieder an Boden gewinnt. „Freiheit ist keine Frage der Ideologie, sie ist die Grundlage für eine bessere Gesellschaft “, sagte der Ministerpräsident.
Sánchez prangerte auch die Idealisierung der Vergangenheit durch einige an.

Er wies darauf hin, dass das Durchschnittseinkommen in Spanien in den 1970er Jahren weniger als die Hälfte des heutigen Wertes betrug, während die Kindersterblichkeit doppelt so hoch war wie in Ländern wie Dänemark. Er bezeichnete die Einschränkungen für Frauen und das Fehlen grundlegender Rechte unter Franco als Zeichen einer Gesellschaft, die weit von der Freiheit entfernt war.

Die Gedenkveranstaltungen zielen darauf ab, das Bewusstsein für die Gefahren autoritärer Regime und den Wert demokratischer Normen und Freiheiten zu schärfen. Sánchez schloss mit einem Aufruf zur Einigkeit unter den Demokraten, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit, um sicherzustellen, dass Spanien seine demokratischen Errungenschaften beibehält.

Anlässlich des 50. Jahrestages des Todes von Francisco Franco und des anschließenden Übergangs zur Demokratie hat die spanische Regierung eine offizielle Website eingerichtet. Die Website mit dem Titel “España en Libertad“ bietet einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten, die im Jahr 2025 im ganzen Land stattfinden werden, um diesen historischen Meilenstein zu begehen.

Das Programm umfasst mehr als 100 Veranstaltungen, von kulturellen Aktivitäten bis hin zu Bildungsinitiativen, mit dem Ziel, die Fortschritte Spaniens in den letzten fünf Jahrzehnten hervorzuheben und die Bedeutung der demokratischen Werte zu unterstreichen. Die Aktivitäten sind so konzipiert, dass sie alle Bevölkerungsgruppen einbeziehen, mit besonderem Augenmerk auf junge Menschen, um sie für die Geschichte und den Wert von Freiheit und Demokratie zu sensibilisieren.

Die Website dient als zentrale Plattform, auf der sich die Besucher über die Termine, Orte und Einzelheiten der verschiedenen Veranstaltungen informieren können. Außerdem bietet sie einen historischen Kontext und pädagogisches Material über den Übergang Spaniens von der Diktatur zur Demokratie, darunter Zeitzeugenberichte, Dokumentarfilme und Artikel, die den sozialen, politischen und kulturellen Wandel des Landes beleuchten.

Der Start der Website “España en Libertad“ und ihres Programms zeigt das Engagement der spanischen Regierung, die Erinnerung an die Diktatur wach zu halten und die Werte von Freiheit und Demokratie zu unterstützen. Sie gibt den Bürgern die Möglichkeit, gemeinsam über die Vergangenheit und die Zukunft des Landes nachzudenken, und macht deutlich, wie wichtig es ist, weiterhin wachsam zu sein, um die demokratischen Rechte zu wahren.

Besucher der Website können sich für Newsletter anmelden, um über anstehende Veranstaltungen auf dem Laufenden zu bleiben, und haben die Möglichkeit, sich an interaktiven Foren und Diskussionen zu beteiligen. Die Website bietet auch Zugang zu einer Reihe digitaler Ressourcen, darunter Archivfotos, Videos und Dokumente, die einen Einblick in die historischen Ereignisse der letzten 50 Jahre geben.
Mit dieser Initiative möchte die spanische Regierung nicht nur der Vergangenheit gedenken, sondern auch eine Plattform für Dialog und Bildung bieten, um die demokratische Kultur zu stärken und eine integrative und gerechte Gesellschaft für künftige Generationen zu fördern.
Weitere Informationen und das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Interessierte auf der offiziellen Website https://espanaenlibertad.gob.es/.

Quelle: Agenturen