Gegen exzessiven Tourismus in Cala Rajada

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Die Gemeinde Capdepera auf Mallorca zieht eine klare Grenze gegen den exzessiven Tourismus in Cala Rajada. Die Stadtverwaltung will mit konsequenten Maßnahmen das friedliche Zusammenleben der Einheimischen sichern und die Region vor den negativen Folgen übermäßiger Besucherzahlen schützen. Dafür hat sie die wichtigsten Akteure der Tourismusbranche zu einer ersten Sitzung des Runden Tisches eingeladen, die am 25. Juni stattfinden soll. Ziel ist es, gemeinsam Strategien zur Umgestaltung des Reiseziels zu entwickeln und problematisches Verhalten einzudämmen.

Besonders im Mai kam es erneut zu erheblichen Beschwerden über das Verhalten von Touristen, die sich insbesondere an den Wochenenden in Cala Agulla, einem geschützten Naturparkgebiet, lautstark und rücksichtslos zeigten. Sportmannschaften und Gruppen von Junggesellenabschieden sorgten mit übermäßiger Alkoholisierung, Straßenfesten und lauter Musik für massive Störungen. Die Situation verschärft sich zusätzlich durch provokante Werbebanner an einem Hotel, die exzessiven Tourismus geradezu bewerben.

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Bürgermeisterin Núria Garcia äußerte ihre große Besorgnis über diese Entwicklungen. Sie kritisierte insbesondere die Werbeinhalte, die zu einem unkontrollierten Nachtleben ohne Altersbeschränkungen einladen und der Region damit massiv schaden. Die Stadtverwaltung plant, rechtlich gegen das werbende Unternehmen vorzugehen und hat zudem eine Beschwerde bei einem lokalen Sender eingereicht, um die problematischen Slogans zu stoppen.

Capdepera setzt auf eine koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Hoteliers über Polizei bis zu Umwelt- und Tourismusbehörden –, um das wiederkehrende Chaos einzudämmen. Die Bürgermeisterin betont, dass die Gemeinde diesen Druck nicht allein bewältigen kann und fordert Unterstützung von übergeordneten Stellen. Die kommende Sitzung des Runden Tisches soll den Grundstein für nachhaltige Lösungen legen, die den Schutz der Gemeinde und ihrer natürlichen Ressourcen sicherstellen.

Quelle: Agenturen